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Falscher gelber Engel angeklagt

Falscher ADAC-Mitarbeiter Falscher gelber Engel angeklagt

Er hat ein lukratives Geschäftsmodell ausgeheckt: Pannenhilfe auf Privatrechnung. Demnächst steht der 19-Jährige aus dem Kreis Northeim deshalb vor Gericht. Er wird angeklagt, in 13 Fällen als falscher gelber Engel – so heißen die Helfer des ADAC im Volksmund – Autofahrer betrogen zu haben.

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Nur so sind sie echt: Wagen der gelben Engel vom ADAC.

Quelle: dpa

Göttingen/Hann. Münden.. Jetzt bestätigte Andreas Buick von der Staatsanwaltschaft die Anklage zum Amtsgericht Northeim gegen den Heranwachsenden. Aufgeflogen war der, als Abschleppunternehmen Anzeige gegen ihn erstatteten, weil er mit seinem Bluff mehrmals dafür gesorgt hatte, dass ein Hann. Mündener Abschleppunternehmen die Aufträge erhielt und die bereits gerufene Konkurrenz vergeblich angefahren war.

Laut Anklage funktionierte der Trick so: Der 19-Jährige setzte sich in seinen als Pannenhilfe-Fahrzeug umgestalteten Opel und patrouillierte auf der A 7 zwischen Dreieck Drammetal und Kassel. Wenn er ein liegengebliebenes Auto entdeckte, hielt er, gab sich als Mitarbeiter einer gewissen „ACN-Verkehrssicherung“ aus, die im Auftrag des Landes, der Polizei oder auch des ADAC kostenlos Pannenfahrzeuge absichere.

Dann rief er seinen bevorzugten Abschlepper und ließ die Fahrer von ihm selbst entworfene Formulare unterschreiben, auf denen im Kleingedruckten eine „Einsatzkostenpauschale“ angekündigt wurde. Dabei hatte er jeweils behauptet, seine Bemühungen seien kostenlos. Von März bis Mai 2012 „half“ er solcherart 13 Autofahrern. Sie alle zahlten später zwischen 150 und 210 Euro.

Von Jürgen Gückel

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