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Familienbündnis liegt auf Eis

„Lokale Bündnisse für Familie“ Familienbündnis liegt auf Eis

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern: Unter dieser Prämisse hat sich vor nicht einmal fünf Jahren die Stadt Göttingen wie viele andere Kommunen der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ angeschlossen. Die Entscheidung des Rates war einstimmig. Nun aber hat die Verwaltung das sogenannte Göttinger Bündnis für Familie vorerst auf Eis gelegt. In jüngster Zeit hätten sich die Themen erschöpft, heißt es. War es das mit den hehren Zielen?

Wenn es nach Jugenddezernent Ludwig Hecke ginge, würde die Antwort unter den jetzigen Umständen wohl ja lauten. Er habe den Mitgliedern des Kuratoriums – darunter unter anderem Uni Göttingen, Frauenforum, Stadtelternrat, Politik, Kirchen und freie Träger – bereits schriftlich mitgeteilt, dass man vorerst nicht mehr tagen werde, bestätigte er gegenüber dem Tageblatt. Man habe viel erreicht, doch zuletzt seien nur mehr Themen von der Verwaltung vorgetragen und Beschlüsse aus dem Jugendhilfeausschuss referiert worden. „Aus meiner Sicht ist das wenig befriedigend“, sagte Hecke. Die bisherigen Reaktionen der Kuratoriumsmitglieder seien „verständnisvoll“.

„Absolut falsch“

Wenig Verständnis für das Vorgehen der Verwaltung zeigte indes die Jugendausschussvorsitzende Helmi Behbehani (SPD). Es sei „absolut falsch, das Bündnis an den Gremien vorbei mit einem Federstrich auszulöschen“. Sie werde das nicht akzeptieren. Schließlich basiere die Arbeit auf einem Ratsentscheid, und es sei „viel passiert in Sachen Bündnisarbeit“. Das Schreiben der Verwaltung habe viele Kuratoriumsmitglieder daher vielmehr überrascht. Auch Gerda Fischer (CDU) gab an, sich über den Brief „gewundert“ zu haben. Sie hätte sich gewünscht, dass man das Kuratorium vorher wenigstens befragt hätte.

Hecke verteidigte sein Vorgehen. Seitdem er Jugenddezernent in Göttingen sei, werde über Inhalte des Kuratoriums diskutiert. Geschehen aber sei nichts. „Das Gremium ist de facto tot.“ Dennoch sei er für einen erneuten Diskussionsprozess offen, versprach Hecke. Darüber soll nun zuerst mit den jugendpolitischen Sprechern der Ratsfraktionen beraten werden.

Von Andreas Fuhrmann

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