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Fehlkonstruktion kann jetzt abgerissen werden

Pausenhalle der Friedländer Grundschule Fehlkonstruktion kann jetzt abgerissen werden

Das Ende der Tropfsteinhöhle ist in Sicht. Die undichte gläserne Pausenhalle zwischen Alt- und Neubau der Grundschule Friedland wird demnächst abgerissen. Der Prozess, den die Gemeinde Friedland gegen den verantwortlichen Architekten führte, ist nach sechs Jahren rechtskräftig abgeschlossen. 85 000 Euro sind von ihm zu zahlen. Das Geld kommt gerade recht, um in einen Neubau der Pausenhalle und die Sanierung des Altbaus zu fließen. Im Mai wird damit begonnen.

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Folie auf der Bauruine: Bauamtsleiter Jürgen Schäfer, Schulleiterin Inge Pfitzner, Andreas Friedrichs und Dietbert Rhode am Fuß des maroden Glasdachs.

Quelle: Gückel

Noch zieren Eisblumen bei Frost die gläserne Decke, tropft es bei Tauwetter oder Regen aus unzähligen Ritzen, umkurven Kinder große Pfützen auf dem Steinfußboden. Dabei decken mit Brettern beschwerte Planen schon lange die ganze Glaskonstruktion ab. Abreißen oder sanieren durfte die Gemeinde die Fehlkonstruktion nicht, so lange der Prozess lief.

Dicht war der Bau in 13 Jahren noch nie. Er wurde fertig, als gerade die Sanierung des mit gleicher Technik gebauten Glasanbaus am Deutschen Theater begann. Auch dort drang Wasser durch die Stöße der Glasprofile. Weil Blütensirup der nahen Linde im Verdacht stand, die Dichtungen anzugreifen, wurde gar ein stattlicher Baum gefällt.
Alles vergeblich. Erst nach einem sechs Jahre währenden Bauprozess mit mehreren Gutachten war klar, dass die Undichtigkeiten konstruktionsbedingt waren. Notwendige Stützen fehlten, um die Konstruktion stabil zu halten. Gegen das Urteil wurde zwar Revision eingelegt, diese aber inzwischen zurückgezogen.

Inzwischen liegen die Pläne für einen Neubau auf dem Tisch. Ein festes Satteldach mit Lichtkuppeln soll die Pausenhalle überdecken. Veranschlagt sind rund 180 000 Euro.
Weitere 220 000 Euro wird die Gemeinde in die energetische Sanierung des Dachgeschosses im Altbau stecken. Das hat zwar Isolierfenster in den Gauben, aber keinerlei Wärmedämmung unter den Dachschrägen. Insgesamt sind 880 Quadratmeter Dach zu isolieren und neu zu decken, rechnet Architekt Dietbert Rhode vor.

Trotz der notwendigen Sparmaßnahmen im Haushaltsplanentwurf 2010 der Gemeinde ist das Projekt durchfinanziert. Haushaltsreste aus 2009 stehen zur Verfügung, dazu die Schadensersatzzahlung und für die Altbausanierung hohe Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket zwei. Zum Ende der Sommerferien soll alles fertig sein. Vor den Ferien werde es aber für Schüler und Lehrer Behinderungen geben. Die lange geplante Umgestaltung des Außenbereiches der Schule muss allerdings mit Blick auf die hohen Kosten der jetzigen Maßnahme um ein, zwei Jahre verschoben werden, bedauert Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD).

Von Jürgen Gückel

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