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Feuerwehr-Neubau: Rats-SPD bremst

1,7 Mio. Euro schon 2013? Feuerwehr-Neubau: Rats-SPD bremst

Die Zeit drängt: Schon im kommenden Sommer könnte das bestellte neue, große Feuerwehrfahrzeug bei der Friedländer Wehr vor der Tür stehen – vor der Tür, weil es nicht in die alte Halle passt. Dass die Feuerwache in Friedland um-, aus- oder neu gebaut werden muss, darüber herrscht auch im Rat der Gemeinde Einigkeit. Was aber im Detail geschehen soll, darüber gehen die Meinungen noch auseinander.

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Umstrittener Standort: Zwischen Häusern und Tonkuhle könnte Feuerwache entstehen.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Gerade hat die SPD-Fraktion mit einem eigenen Antrag einen Vorstoß der Gruppe CDU/Bündnis 90 Die Grünen ausgebremst. In einem Schreiben hatte die schwarz-grüne Ratsmehrheit mitgeteilt, jene 1,7 Millionen Euro, die ein Neubau wohl erfordern würde (Tageblatt berichtete), für 2013 in den Haushaltsplanentwurf einstellen zu wollen. Bei Besprechungen mit der Feuerwehr hatten sich CDU und Grüne überzeugen lassen, dass eine Sanierung des Amtshauses, in dem die Wehr jetzt untergebracht ist, nur Flickwerk wäre. Der Friedländer CDU-Ratsherr Wilfried Henze rechnete gar mit „zügig vorangetriebener Planung und Baubeginn im Herbst“.

Dem hielt der von Margot Blotevogel begründete Antrag der SPD entgegen, dass eine solche Entscheidung „vorschnell und nicht seriös“ sei. Das vorgesehene Grundstück am St.-Norbert-Platz sei sehr klein und so nahe der Tonkuhle, dass es wohl ein Gutachten zur Standsicherheit des Baugrundes geben müsse. Die Opposition schlägt eine interfraktionelle Arbeitsgruppe vor, die das Thema noch einmal beleuchten und auch die Folgen der hohen Investition für die Folgejahre bedenken soll.

Darauf reagierte aus der Gruppe zumindest deren finanzpolitischer Sprecher Dirk Böning (parteilos) positiv. Das Haushaltsrecht fordere ohnehin einen Blick in die Zukunft. Wichtig sei, dass der Rat sich an dieser Frage nun nicht spalte. So sah es auch SPD-Mann Alexander Frey. Man sei sich einig, dass die Friedländer Wehr vernünftig ausgestattet werden muss, zurzeit aber sei eine seriöse Entscheidung noch nicht möglich.

Um die finanziellen Folgen einer solchen Großinvestition zu demonstrieren, rechnete Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) noch vor, wie sich Ausgaben und Einnahmen im Falle veränderter Konjunktur in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Die Gemeinde, die sich in den vergangenen Jahren nach und nach entschuldet habe, würde dann wieder tief in rote Zahlen rutschen, so Friedrichs. Jetzt wird das Thema am Montag, 26. November, noch einmal mit Politikern und der Feuerwehr diskutiert. Dann will die Verwaltung einen neuen Vorschlag machen.

Von der Tagesordnung der Ratssitzung ebenfalls verschoben wurde die weitere Diskussion um einen alternativen Standort für das unterhalb des Einzelberges in Groß Schneen geplante Seniorenheim. Auch hier habe sich eine neue Idee ergeben, die noch geprüft werden müsse.

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