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Feuerwehrhaus für 650 500 Euro fertiggestellt

Eröffnung nach Pannen-Bau Feuerwehrhaus für 650 500 Euro fertiggestellt

15 Jahre hatten das Dorf und andere Gleichener darum gerungen, zum Schluss  noch heftig über den Standort gestritten und sich dann über allerlei Pannen beim Bau gewundert. Am Ende musste die Gemeinde 222 000 Euro mehr dafür hinblättern als geplant.

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Vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Rittmarshausen: Michael Meister (links) und Werner Lormis.

Quelle: Hinzmann

Rittmarshausen. Das ist inzwischen Geschichte und die Feuerwehr Rittmarshausen hat sich in ihrem neuen Gerätehaus eingelebt. Am Sonnabend wird es offiziell übergeben. Anschließend gibt es einen Tag der offenen Tür und Vergleichswettkämpfe.

650 500 Euro hat das neue Feuerwehrhaus schließlich gekostet, veranschlagt waren ursprünglich einmal 428 000 Euro.  Und es wäre noch teurer geworden, wenn die Ortsfeuerwehr nicht selbst kräftig mitgeholfen hätte, vor allem beim Innenausbau. Die Hauptursache für den Aufschlag: Beim Baustart auf dem Gelände einer alten Zuckerfabrik wurden im Boden Schadstoffe entdeckt. Sie mussten aufwendig entsorgt und das Gebäude dann auch noch auf Stelen gebaut werden. Das verzögerte den geplanten Ablauf und die Feuerwehr musste bereits umziehen, bevor der Neubau ganz fertiggestellt war.

Der Umzug war überfällig. Das alte Feuerwehrhaus mitten im Ort war von Beginn an eine Kompromisslösung, erklärt Gemeindebrandmeister Heiko Böhlken – „früher war das ja mal eine Schlachterei“. In den 1990er-Jahren war es längst zu klein und eng  für die Stützpunktfeuerwehr mit knapp 40 Aktiven und ihren zwei Fahrzeugen – ein Tanklöschwagen und ein Löschgruppenfahrzeug. Das Gebäude war „technisch nicht mehr zulässig, geradezu gefährlich“, ergänzt Ortsbrandmeister Werner Lormis. Auch die Feuerwehrunfallkasse habe damals schon Druck gemacht.

Das neue Gebäude am Ortsrand sei dagegen „zukunftsfähig“, so Böhlken. Es gibt drei Fahrzeugstellplätze hinter den großen Toren und eine Absauganlage für Auspuffgase. Die Umkleideräume können durch mehrere Türen so genutzt werden, dass sich die Helfer im Alarmfall nicht gegenseitig umrennen. Daneben gibt es noch eine kleine Werkstatt, ein Büro, eine Küche und ein Lager für Öl-Bindemittel – zugänglich für alle Gleichener Feuerwehren. Der große Schulungsraum diene künftig bei  Großeinsätzen in der Gemeinde als Kommandozentrale, so Böhlken. Die technischen Daten des neuen Feuerwehrgerätehauses: 1670 Quadratmeter Grundstück, 445 Quadratmeter Gebäude, davon 204 Quadratmeter Fahrzeughalle. „Wir haben uns um 100 Prozent verbessert“, sagt Lormis, „aber das war auch bitter nötig“.

Das Eröffnungsfest mit Schlüsselübergabe, einem Tag der offenen Türen und Vergleichswettkämpfen mit befreundeten Feuerwehren beginnt am Sonnabend, 22. September, um 14 Uhr.

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