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Film über lebendigen Adventskalender gedreht

Angerstein Film über lebendigen Adventskalender gedreht

Den Lebendigen Adventskalender in Angerstein haben die beiden Ethnologie-Studenten Oliver Becker und Aike Biella für ein Filmprojekt ausgewählt. An verschiedenen „Türchen“ haben sie gedreht. Im Frühjahr soll ein Film daraus werden.

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„Richtig musikalisch“: Mit Gitarre und Gesang wird der Adventsabend bei Familie Martens gefeiert.

Quelle: CR

„Das sah heute morgen noch ein bisschen anders aus“, sagt Heino Marten. Die Scheune wirkt schon fast wie die gute Stube. Auf den Tischen liegen weihnachtlich-rote Decken, Girlanden aus Tannenzweigen hängen von Leiter und Treppengeländer. Becker wird gleich mit eingespannt, um Stühle vom Boden zu holen. „Normalerweise greifen wir nicht mit ein“, erklärt er, während Biella filmt. Vor der Kamera erzählt Heino Marten: „Das ist die alte Feuerwehr-Bestuhlung.“ Eigentlich sollte sie zertrümmert werden, da habe er die Stühle gerettet. Heinos Frau Ingrid kommt und sieht nach dem Rechten. Sie wird am Abend eine Geschichte vortragen.

Mit der Kamera in die Küche

Becker und Biella haben den Stand in der Scheune in Bild und Ton festgehalten, nun ziehen sie mit der Kamera in die Küche von Leni Marten. Zusammen mit der ganzen Familie richtet die 77-Jährige diesen Adventsabend aus. „Heute Abend wird es hier richtig musikalisch“, freut sie sich und streicht die ersten Brote. Mett und verschiedene Käsesorten stehen als Belag bereit. Weihnachtliche Kekse für den Abend hat sie schon in der vergangenen Woche gebacken. Auch am Backtag waren die Studenten mit der Kamera dabei. Leni Marten freut sich auf ihre Gäste. Beim letzten Mal seien Hof und Scheune voll gewesen, erzählt sie. Alles wird mit der Kamera aufgenommen.

Becker und Biella sind sich sicher: An diesem Abend müssen sie sich nicht mehr vorstellen. Schon mehrfach haben sie in Angerstein bei den abendlichen Zusammenkünften im Advent gefilmt. Rund dreieinhalb Stunden Material sind bis zum Abend bei Martens bereits zusammengekommen. Das Projekt in Angerstein haben sich die beiden Ethnologie-Studenten vorgenommen, um herauszufinden, ob sie sich nach ihrem Masterstudium auf visuelle Anthropologie spezialisieren wollen. Beim Kaffeetrinken in der Großfamilie sei die Idee dazu entstanden, erzählt Becker, Großneffe von Leni Marten. „Es ist etwas Außergewöhnliches, dass sich in der Adventszeit viele Leute jeden Abend treffen“, begründet er die Auswahl des Themas. Ihren Film wollen sie dem Dorf zur Verfügung stellen. Bis er fertig ist, wird es noch etwas dauern. Weil beide gerade mitten in ihrer Abschlussarbeit stecken, planen sie, mit dem Schnitt im Frühjahr zu beginnen.

Von Ute Lawrenz

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