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Firma hilft Gemeinde mit Feuerwehr

Unternehmer stellt Mitarbeiter frei Firma hilft Gemeinde mit Feuerwehr

Das Modell ist einmalig im Kreis Göttingen: Eine Firma stellt eine komplette Feuerwehrmannschaft mit gut ausgebildeten Kräften zur Verfügung, die tagsüber im Notfall ausrückt. Nämlich dann, wenn die ländlichen Dörfer verweist, die Mitglieder der Ortsfeuerwehren weit weg an ihrem Arbeitsplatz und die Ortsfeuerwehren nahezu gelähmt sind.

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Top ausgebildet: die Feuerwehrmitglieder aus vier Gemeinden mit Kappa-Chef Jürgen Haese (2. von links).

Quelle: Hinzmann

Klein Lengden. Die Firma Kappa in Klein Lengden setzt diese Idee mit der Gemeinde und Gemeindefeuerwehr Gleichen um. In dem Unternehmen für Spezialkameras mit etwa 100 Mitarbeitern könnte eine 17. Feuerwehr entstehen – technisch ausgestattet von der Gemeinde.

Die Voraussetzungen sind ideal: Bei Kappa arbeiten zehn ausgebildete Feuerwehrmänner aus vier Gemeinden, drei davon sind Ortsbrandmeister, sechs ausgebildete Atemschutzträger. Aus dieser Konstellation heraus hatte Michael Kupke die Idee, eine Art Betriebsfeuerwehr für Gleichen vorzuhalten. Kupke ist Brandschutzbeauftragter bei Kappa und Ortsbrandmeister in Groß Ellershausen.

Er kennt die Sorge vieler Feuerwehren, wenn tagsüber alarmiert wird, aber alle Aktiven berufsbedingt weit weg sind. Da kann Hilfe unter Umständen zu spät kommen, wenn erst Nachbarwehren gerufen werden müssen. „Wir sind zehn bestens ausgebildete Kräfte, die sofort zur Stelle sein können“, so Kupke. Er wertet die Gruppe als eine Tagesreserve. Das sei nicht vergleichbar mit „Werkfeuerwehren“, ergänzt Gemeindebrandmeister Heiko Böhlken.

Möglich werde dieses Modell in Gleichen, weil Kappa-Geschäftsführer Jürgen Haese seine Mitarbeiter für Einsätze frei stellt und auf einen Lohnausgleich durch die Gemeinde verzichtet. „Das passt schon, ich mache das gerne“, sagt Haese, „auch aus regionaler Verbundenheit“.
Bevor die Kappa-Wehr ausrückt, müssen noch viele Fragen geklärt werden. Bekommt sie zum Beispiel über die Kleidung hinaus von der Gemeinde ein eigens Auto finanziert?

Wo wird die persönliche Ausrüstung gelagert? „Und wir dürfen keine Konkurrenz zu den Ortsfeuerwehren aufbauen“, so Böhlken. Vereinbart sei zunächst, dass die Kappa-Truppe mit einem firmeneigenen Bus ausrückt und in Kürze gemeinsam mit der Feuerwehr Klein Lengden üben wird. Rechtliche Fragen kläre zurzeit der Kreisbrandmeister.

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