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Flecken Bovenden erstellt Leerstands- und Baulückenkataster

Leerstand: Kein Grund für Alarm Flecken Bovenden erstellt Leerstands- und Baulückenkataster

Auch in Bovenden stehen Häuser leer. Doch die Zahl ist keineswegs alarmierend. Das hat eine Erhebung im Flecken ergeben: Zur Erstellung eines Leerstands- und Baulückenkatasters hat die Verwaltung im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern die Dörfer unter die Lupe genommen.

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Bovenden am Sonnenberg: Hier könnten noch weitere Häuser entstehen.

Quelle: Hinzmann

Bovenden. Bauamtsleiter Klaus Melnikow hat die Ergebnisse nun im Bau- und Umweltausschuss vorgetragen. Erfasst wurden die Standorte der ungenutzten Gebäude mit den Gründen für den Leerstand.

Weil es im Ortsteil Bovenden östlich der alten B3 nur fluktuationsbedingten Leerstand gebe, wurde die Betrachtung auf das Altdorf beschränkt. Bis zu fünf Leerstände wurden in den Ortsteilen ermittelt.

Doch nicht nur die ungenutzten Immobilien im Blickpunkt. Aufgeführt werden in dem Kataster auch jene Gebäude, deren Bewohner älter sind als 70 Jahre. Die meisten Älteren leben in Lenglern. Bei 21 Prozent liegt dort ihr Anteil. Die wenigsten findet man mit vier Prozent in Emmenhausen.

Oft lebten die Älteren in Häusern aus den 1960er- bis 1980er-Jahren, die nicht mehr dem heutigen Geschmack entsprächen. Besonders viele solcher Gebäude gebe es in Bovenden, Eddigehausen und Lenglern. Weil das gerade die begehrten Ortsteile seien, könnten  die Häuser bei Bedarf trotzdem schnell vermarktet werden, so die Erwartung der Verwaltung.

Genügend Baumöglichkeiten

Aber auch ausreichende Bauplätze stünden im Flecken zur Verfügung. Allein in Bovenden seien es 90. In Billingshausen, Harste und Spanbeck gebe es ebenfalls genügend Baumöglichkeiten. Nur in Eddigehausen und Emmenhausen seien so gut wie keine Bauplätze mehr vorhanden.

Reyershausen verfüge über freie Plätze, die Grundstücke seien aber in privater Hand und sollen wohl nicht verkauft werden. In Lenglern seien zwar Grundstücke  frei, sie seien aber nicht frei verfügbar.

Weil der Flecken Bovenden bei der Ausweisung von Baugebieten keine Vorratshaltung betriebe, sondern sich immer am Bedarf orientiert habe, könnten nun, wenn neues Bauland gefragt sei, keine Ausgleichsflächen bieten.

So müsse mit dem Landkreis geklärt werden, wie  mit dieser Forderung danach umzugehen ist. Ziel des Fleckens ist, dass der Landkreis auf den Flächentausch verzichtet.

Positiv bewerteten die Politiker im Ausschuss das Ergebnis der Erhebung. Ausruhen dürfe man sich darauf nicht, waren sie sich mit der Verwaltung einig: Im Herbst soll die Erfassung der Daten wiederholt werden.

Von Ute Lawrenz

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