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Förderverein Freibad Weende: Kritik an Konzept der Stadt Göttingen

Neugestaltung Förderverein Freibad Weende: Kritik an Konzept der Stadt Göttingen

„So einen Tümpel brauchen wir nicht“, schimpft Claus-Dieter Bachmann vom Förderverein Freibad Weende während der Ortsratssitzung. Das Konzept der Stadt für die Neugestaltung des defizitären Bades werde „absaufen“. Eine Verkürzung der Schwimmbahnen auf 25 Meter mache die Freizeiteinrichtung für ältere Menschen unattraktiv.

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Gut besucht beim Sommerfest 2012: Laut Freibadverein Weende hat es negative Folgen für das Bad, wenn das städtische Konzept umgesetzt wird.

Quelle: PH

Weende. Die Sperrung des Sprungturms, der im Sommer von jungen Menschen umlagert sei, vertreibe die Jugend. Bachmann schätzt, dass die Besucherzahlen um mehr als die Hälfte einbrechen werden. Sein Fazit: „Dann kann sich die Stadt das Geld für die Umgestaltung auch schenken.“ Im Förderverein herrscht großer Unmut über die Stadtverwaltung im allgemeinen und die städtische Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co KG im besonderen, machte auch der Vorsitzende Eberhard Gramsch deutlich.

Die Bürger versuchten, „Göttingens schönstes Freibad“ zu retten. In diesem Jahr würden sie ehrenamtlich 2000 Arbeitsstunden erbringen. Ein örtlicher Architekt hätte Pläne für eine Neugestaltung des Bads entwickelt, die aber bei der Stadt keine Berücksichtigung fänden. Stattdessen würden wichtige Informationen „wochenlang“ zurückgehalten. Die Stadt „kungele“ hinter verschlossenen Türen ein fertiges Konzept aus, das der Förderverein dann „schlucken“ solle, ärgert sich Bachmann.

Zugeständnis: Wassertiefe von 1,8 Meter

Das einzige Zugeständnis der Verwaltung sei bisher eine größere Wassertiefe von 1,8 Meter anstelle der zunächst geplanten 1,3 Meter, so das Vereinsmitglied. Einen Sprungturm lehne die Stadt aufgrund höherer Personalkosten für die Aufsicht ab. Die Bahnen sollten verkürzt werden, um mehr Bauland gewinnen zu können. Damit werde Weende aber die „grüne Lunge“ geraubt.

Freibad wird 60 Jahre alt

„2014 wird das Freibad 60 Jahre alt“, kündigte Gramsch an. Der Förderverein werde alles tun, damit das „keine Beerdigung, sondern eine Auferstehung“ werde. Das Durchschnittsalter in Weende liege mit 38 Jahren, so niedrig wie nirgendwo sonst in der Stadt. Gleichzeitig habe Göttingens zweitgrößter Stadtteil die wenigsten Freizeit- und Sportanlagen. Der Ortsrat sicherte dem Verein parteiübergreifend Unterstützung zu. Inhaltlich wollten sich die Politiker nicht äußern. Hans Otto Arnold: „Wir haben noch weniger Informationen als sie.“

Der Sportausschuss des Rates der Stadt befasst sich am 12. März um 16.30 Uhr in der Sparkassen-Arena mit den Freibad-Plänen.

Von Michael Caspar

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Das Weender Freibad soll dieses Jahr erst einmal wieder im gewohnten Umfang geöffnet werden – und zwar am 15. Mai, wenn Wetter und Technik mitspielen. Der Freibad-Förderverein ist zuversichtlich, rund 1800 Arbeitsstunden leisten zu können, um die Betriebskosten zu drücken.

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