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Forstbotanischer Garten blüht

Natur in Startlöchern Forstbotanischer Garten blüht

Das Jahr 2013 hat begonnen – die Natur erwacht aus der Winterruhe. Wer die ersten Knospen oder Blüten des neuen Jahres entdecken will, sollte genau hinsehen: Viele der früh blühenden Gewächse sind Meister der Tarnung und verschmelzen perfekt mit ihrer Umgebung,  zeigt ein Rundgang durch den Forstbotanischen Garten der Universität Göttingen.

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Bildet über Monate hinweg duftende Blüten: Schneeball.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Der kleine, schön gewachsene Busch an einem Hang etwa scheint noch herbstlich braunrot gefärbtes Laub an seinen Zweigen zu tragen. Erst beim zweiten Blick wird deutlich: Der Strauch ist eine Zaubernuss (Hamamelis) der Sorte Jelena, und die sich kräuselnden Bändchen an den Knospen gehören zu ihrer hübschen Blüte. Die Hamamelis ist eine der ersten Pflanzen, die im Winter blühen. Bestens getarnt ist auch die Nieswurz, zu deren Verwandtschaft ebenfalls die Christrose gehört. Aus dem dunkelgrünen Vorjahreslaub kommt in lindgrün bereits der junge Trieb zum Vorschein. Inmitten des Blattwerks sitzen in gleicher Farbe die Knospen, die sich bald in grüner und gelber Färbung öffnen werden.

Schneeball duftet fantastisch

Da hebt sich der Schneeball (Viburnum x bodnantense) mit rosa-weißen Blüten fast vom rot-braun-grünen Einerlei ab. Und hat darüberhinaus den Vorzug, dass er nicht nur den Augen, sondern auch noch einem zweiten Sinnesorgan auffällt. „Der Schneeball duftet fantastisch“, berichtet Volker Meng, technischer Leiter des Forstbotanischen Gartens Am Faßberg.

Das Jahr 2013 hat begonnen, und auch die Natur erwacht aus der Winterruhe. Das Tageblatt hat einen Rundgang durch den Forstbotanischen Garten der Universität Göttingen mit dessen technischem Leiter Volker Meng gemacht.

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Ebenfalls im Knospenstadium und noch unauffällig, aber schon in den Startlöchern zum Erblühen ist der Seidelbast (Daphne), „der braucht nur noch wenige warme Tage“. Seidelbast aus der Natur sei übrigens im Hausgarten nicht einfach zu kultivieren, „deshalb sollte man sich ausschließlich Kultursorten aus dem Fachhandel besorgen“, rät Gartenbauingenieur Meng. Ihn in der Natur oder gar in Botanischen Gärten auszugraben, sei nicht nur gesetzlich verboten, sondern auch noch sinnlos.

Pflanzenraub bereitet Ärger

Pflanzenraub bereitet Meng und seinen Kollegen im übrigen viel Ärger. So verschwand binnen eines Jahres nahezu der komplette Bestand an Alpenveilchen, die ebenfalls zu den Winterblühern gehören.  Und auch ein großer Teil der Märzenbecher wurde offenbar von sparsamen Gartenbesitzern heimlich ausgegraben und mitgenommen. Dabei spielt keine Rolle, dass viele der gestohlenen Pflänzchen für wenige Cent im Pflanzenhandel erhältlich sind. Im Eingangsbereich der Gartenanlage am Faßberg bildet zur Zeit blühendes Heidekraut (Erika carnea) rosaweiße und grüne Kissen – kein seltenes Gewächs und offenbar trotzdem begehrtes Beutestück. „Die Streifen waren einmal viel breiter“, sagt Meng und deutet auf kahle Stellen direkt am Wegrand.

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Die Georg-August-Universität Göttingen verfügt über außergewöhnliche Sammlungen, die Lehre und Forschung dienen. In Zusammenarbeit mit den Kustoden der Universitätssammlungen stellt das Tageblatt die Gärten und Sammlungen in einer Serie vor. Heute: Forstbotanischer Garten.

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