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Frauenzentrum im Durchgangslager Friedland eröffnet

Integrationseinrichtung Frauenzentrum im Durchgangslager Friedland eröffnet

Sie kommen aus Syrien oder der Türkei, aus Afghanistan, Pakistan, Irak oder Vietnam, aus Georgien, Tschetschenien oder Dagestan. Sie sind Spätaussiedlerinnen, Flüchtlinge oder Asylbewerberinnen. Sie alle eint: Sie sind Frauen auf der Flucht oder vor einem Neuanfang in Deutschland.

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Frauenzentrum Friedland:  Mitarbeiter (stehend v. l.) Bozena Kondracki, Elke Härtner, Karl-Heinz Keudel (Friedlandhilfe) und Nadja Brendel.

Quelle: Vetter

Friedland. Am Montag ist im Grenzdurchgangslager Friedland, der Landesaufnahmebehörde Niedersachsens ein Frauenzentrum eröffnet worden. Ein Jahr lang fördert die Europäische Union diese von Innerer Mission (evangelisch)  und Caritas (katholisch) gemeinsam getragene Integrationseinrichtung.

Ziel ist es, den Frauen im Lager einen Schutzraum und eine Begegnungsstätte zu bieten, in der sie unter sich sein können. Und sie sollen hier etwas über ihre (mögliche) neue Heimat erfahren, deren Sprache kennen lernen, sollen untereinander Vorurteile abbauen und Gemeinschaft herstellen können.

Am Fenster hängt ein Zettel mit der Aufschrift „das Fenster“. Der Stuhl ist mit „der Stuhl“ markiert, unter „die Decke“ wrude „die Lampe“ geklebt. Auch das gehört dazu. Seit es Integrationskurse für Spätaussiedler nicht mehr gibt, muss die Sprachförderung praktisch erfolgen . Im Frauenzentrum etwa durch drei wöchentliche Sprachkurse.

Mit Eigenleistung viel erreicht

Außerdem wird dreimal wöchentlich gebastelt, geschneidert oder gekocht. Auf Informationsveranstaltungen erfahren die Neuankömmlinge in Deutschland etwas über Gesundheit, Frauenrechte, Kindergärten oder Schwangerschaft.

Vier Frauen helfen den immer wieder wechselnden Besucherinnen dabei: Bozena Kondracki und Nadja Brendel, Elker Härtner und Irina Gerliz, die das Büro macht. Pastor Martin Steinbach gab am Montag seiner Hoffnung Ausdruck, dass die neue Einrichtung in den ehemaligen Räumen der Caritas-Kleiderkammer auch in Zukunft finanziell gefördert werden kann.

Die Einrichtung war schon preiswert: Mit viel Eigenleistung wurden Gruppenraum, Schneiderwerkstatt, Küche und ein Spielzimmer erstellt.

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