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Rutschwettbewerb und Arschgranatencontest

Freibad am Brauweg feiert 90. Geburtstag Rutschwettbewerb und Arschgranatencontest

Vor 90 Jahren, im Juli 1927, ist das Freibad am Brauweg eröffnet worden. Das Jubiläum möchte das Freibad am Sonnabend, 12. August, mit vielen Besuchern feiern.

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Quelle: Meder

Der Badebetrieb startet an dem Tag wie üblich morgens um 8 Uhr, um die Früh- und Stammschwimmer ihre Bahnen ziehen zu lassen. Um 11 Uhr beginnt das Programm. Dazu gehören Meerjungfrauenschwimmen, Tauch- und Kanuschnupperkurse und Rettungsübungen. Betreut werden diese Angebote unter anderem von der DLRG, dem ASC Göttingen, der Turn- und Wassersportvereinigung, dem Göttinger Paddlerclub und dem Tauchclub USC Seegurke. Diese Gruppen seien seit vielen Jahrzehnten wichtiger Bestandteil des Freibads, teilt die Badbetreiberin, die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF), mit. Am Nachmittag erwartet die Besucher ein Rutschwettbewerb und Aquajogging. Highlights sind der legendäre Arschgranatencontest und das Moonlightschwimmen von 22 bis 23 Uhr.
 
Während des Tages wird es auch einen Informationsstand über das Berufsbild "Fachangestellte für Bäderbetriebe" geben.  Außerdem soll die Geschichte des Freibades für Besucher veranschaulicht werden. Ehemalig eingesetzte Mess- und Regelgeräte sowie Bildergalerien werden in den Schaukästen und Bilderrahmen der Eingangshalle präsentiert. Bei der Jubiläumsfeier wird es auch möglich sein, die aktuelle Technik zu besichtigen.

Der Vorstand des Schwimmvereins Göttingen hatte der Stadtverwaltung im Jahr 1924  seine Argumente für ein neues Freibad vorgetragen. Er erachtete das städtische Flussbad und das Universitätsbad nicht mehr als ausreichend. Unter anderem kritisierte der Verein: "Die Temperatur des Leinewassers ist im Durchschnitt zu niedrig (...), gewöhnlich unter 15 Grad (...)" und "Licht und Sonne als Hauptbedürfnis eines Freibads haben nur teilweise Zutritt zu diesen". So wurde 1925 mit dem Bau des Freibades am Brauweg begonnen. Es erhielt, für diese Zeit sehr modern, einen 10-Meter-Sprungturm nach Vorbild des Sprungturms der Olympischen Spiele von 1924 in Amsterdam.

Seitdem hat sich das Freibad nach Angaben der GöSF immer weiterentwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von den Besatzungsmächten genutzt und stand erst ab 1949 wieder uneingeschränkt zur Verfügung. 1963 wurde ein Kinderplanschbecken gebaut. Fünf Jahre später konnte der Betreiber das Badewasser erwärmen. Außerdem wurden Duschen mit Warmwasser installiert. 1984 wurde die, noch heute beliebte, 80 Meter lange Rutsche errichtet. Im vergangenen Jahr ließ die GöSF dann die sanitären Einrichtungen des Schwimmbades sanieren. gb

Wassereis, bunte Tüte, Pommes oder ein Sprung vom Zehner? Mit dem Freibad am Brauweg verbinden viele Göttinger Erinnerungen an ihre Kindheit. Die Älteren kennen vielleicht noch "Koffer", den Mann in der roten Badehose, der immer dort war. Das Bad wird 90 Jahre alt. Welche Erinnerungen haben Sie daran? Schicken Sie uns ein Foto mit Ihrem Namen und erzählen Sie uns kurz Ihre Geschichte dazu - per E-Mail an redaktion@goettinger-tageblatt.de, per Twitter an @goetageblatt oder auf Facebook: facebook.com/goettingertageblatt.

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