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„Friedensmarsch“ offenbar abgesagt

Russlanddeutsche gegen Rechts-Russen „Friedensmarsch“ offenbar abgesagt

Die rechtsorientierten Kräfte, die am Sonnabend, 9. Mai, in Friedland einen „Deutsch-Russischen Friedensmarsch“ abhalten wollten, haben ihr Vorhaben nach dem Verbot der Veranstaltung durch den Landkreis Göttingen offenbar aufgegeben. 

Die Polizei hatte mit Blick auf ihre umfangreichen Einsatzvorbereitungen beim Veranstalter, den „Russlanddeutschen Konservativen“, angefragt, ob er gegen das Verbot gerichtlich vorgehen wolle. Dort, so Polizeisprecher Lutz Ike, wurde der Polizei mitgeteilt, dass der „Friedensmarsch“ nicht mehr stattfinden werde.

Allerdings: Ganz sicher sind sich die Ordnungskräfte  nicht. Ike: „Die Polizei bewertet diese Absichtserklärung zwar nicht als absolut zuverlässig, hält sie aber, bei aller Vorsicht, für durchaus  glaubhaft. Daher kann es möglich sein, dass am Wochenende keine Rechtsextremisten nach Friedland kommen. Sollten sie es trotz eines gültigen Verbots versuchen, wird die Polizei dies verhindern.“ Angesichts der unklaren Lage bereite sich die Polizei weiter auf einen Großeinsatz vor – „auch im Hinblick auf die angemeldeten Gegendemonstrationen“.

„Freiheit ein Fremdwort“

Unterdessen hat die „Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“, bundesweite Interessenvertretung der Russlanddeutschen, angekündigt, sich an der weiterhin geplanten Kundgebung des Friedländer Bündnisses gegen Rechts am Sonnabend, 9. Mai, zu beteiligen. Für die rechtsradikalen Kräfte, die an diesem Tag in ihrem „Friedensmarsch“ in Friedland vom Grenzdurchgangslager zum Heimkehrerdenkmal marschieren wollten, seien „Freiheit und Demokratie Fremdworte“, erklären die niedersächsische Landsmannschafts-Vorsitzende Lilli Bischoff und der Bundesvorsitzende Adolf Fetsch in einem Schreiben an den Göttinger Landrat Reinhard Schermann (CDU).

Der Friedensmarsch werde von Kräften gesteuert, „die ohne jegliche Legitimation vorgeben, im Namen der Deutschen aus Russland zu handeln“. Die Drahtzieher missbräuchten den Namen Friedlands für ihre Zwecke und beschädigten gleichzeitig den guten Ruf der Deutschen aus Russland. Sie selbst werde, so Bischoff, an der Kundgebung als Sprecherin teilnehmen. 

                                                                                                        Von Matthias Heinzel

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