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Friedland gegen Rathaus-Bau

Ortsrat Friedland gegen Rathaus-Bau

Es sei „nicht vorstellbar, dass die Stützpunktwehr Friedland aufgelöst und nach Groß Schneen verlegt wird. Das sagte Ortsbürgermeister Joachim Lüther (CDU) in der Ortsratssitzung in Friedland zu den Ideen aus der Verwaltung, ein neues Rathaus samt Feuerwehrzentrale in Groß Schneen zu errichten.

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Verkauf oder Ersatzbau? Von Feuerwehr genutztes Amtshaus.

Quelle: CH

Friedland. Dieser Position schloss sich in einer Krisensitzung der gesamte Ortsrat quer durch die Parteien an. Die Idee werfe zwei Sachen zusammen, die nicht zusammen gehörten, kritisierte Wilfried Henze (CDU). Es seien erst die Feuerwehr-Probleme zu lösen, ehe an einen Rathaus-Neubau gedacht werde könne.

Die Forderung des Ortsrates lautete: Die Gemeinde soll jetzt einen Bauplatz für ein neues Feuerwehrgebäude suchen und noch 2013 mit dem Bau beginnen. Der Ortsrat unterstütze die Feuerwehr voll und ganz.
Dabei hatte Lüther eingangs noch erklärt: „Die Idee als solche halte ich persönlich gar nicht so verwerflich, grundsätzlich sogar gut, ein Altenzentrum ins Dorf zu bringen. Aber das hat mit der Friedländer Wehr nichts zu tun.“

Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) hatte vor wenigen Tagen vorgeschlagen, sowohl das Amtshaus in Friedland als auch die Gemeindeverwaltung in Groß Schneen an die Firma Tilch zur Nutzung für eine Altenwohnanlage zu verkaufen und stattdessen ein neues Rathaus samt einer Feurwehrzentrale an den Ortsausgang Groß Schneen in Richtung Friedland zu bauen. Der Neubau eines Feuerwehrhauses in Friedland, für den CDU und Grüne im Rat 1,7 Millionen Euro im Haushalt bereitstellen wollten, fiele damit weg.

60 Prozent der Einsätze westlich der Bahnlinie

Im Dorf Friedland verweist man darauf, dass 60 Prozent der Einsätze westlich der Bahnlinie seien. Die Schranke sei so oft und so lange zu, dass Zeitverzögerungen eine große Gefahr darstellten. Das Altenheim im Schloss, das Grenzdurchgangslager, zwei Kindergärten, die Grundschule, das künftige Museum, die Autobahnen 38 und 7, der Tunnel und die MBA liegen alle westlich. Bei einem Hochwasser sei der Westen der Gemeinde von Groß Schneen abgeschnitten, sodass es der Stützpunktwehr bedürfe.

Die Ortspolitiker halten zudem die vorgelegten Kosten – 1,7 Millionen für einen Neubau in Friedland, 2,3 Millionen für Rathaus samt Feuerwehr in Groß Schneen – für unseriös. Zuhörer, die sich zu Wort meldeten, klagten zudem, eine Zusammenlegung zerschlage die Feuerwehr Friedland.

Der Grund, warum das Amtshaus, bisher Feuerwehrhaus, ausgebaut oder erneuert werden muss, ist der Raumbedarf für ein weiteres übergroßes Fahrzeug der Kreisbereitschaft. Außerdem gibt es für die Aktiven keine Möglichkeit, sich in einem separaten Raum anzukleiden. Sie lagern die Kleidung in der Fahrzeughalle.

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Friedrichs kontert Kritik

Die Lösung der Feuerwehr-Probleme in Friedland und der Neubau eines Altenheims in Groß Schneen, so hat der stellvertretende Gemeindebürgermeister Wilfried Henze (CDU) im Ortsrat gesagt, hätten nichts miteinander zu tun. Dem tritt Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) entgegen – und zählt eine Reihe weiterer Gemeindeprobleme auf.

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