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Für 20 Gramm Koks ins Gefängnis

Entziehungstherapie Für 20 Gramm Koks ins Gefängnis

Weil er sich in Kassel knapp 20 Gramm Kokain beschafft hat und dabei ein Messer in der Tasche bei sich führte, muss ein 35 Jahre alter ehemaliger Türsteher aus Hann. Münden für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Ab sofort hat er eine Drogen-Entziehungstherapie zu machen. Das Gericht wies ihn in eine entsprechende Anstalt ein.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hann. Münden / Göttingen. Mit dem Ex-Türsteher angeklagt war seine damalige Freundin, eine 32-jährige zweifache Mutter aus der Gemeinde Oberweser. Die Frau hatte, wohl wissend, dass der Freund Drogen gekauft hat, diese in ihrer Kleidung versteckt nach Münden transportiert, wo aber die Polizei schon auf das Paar lauerte.

Die Frau kam mit einer Verurteilung wegen Beihilfe in Höhe von acht Monaten davon. Sie muss als Bewährungsauflage 90 Stunden gemeinnützig arbeiten.

Dabei hätte es für beide viel schlimmer kommen können. Weil der Angeklagte einschlägig vorbestraft ist, ging die Anklage zunächst davon aus, dass mit den 20 Gramm Koks gehandelt werden sollte. Wenn ein Messer mitgeführt wird, das zur Sicherung des Drogengeschäfts dient, beträgt die mindeste Strafe für diese Tat bereits fünf Jahre. Das Verbrechen war deshalb vor dem Landgericht gelandet.

Der Angeklagte, der türkischer Nationalität ist und zuletzt eine Art Hausmeisterdienst betrieb, konnte dem forensischen Sachverständigen aber verdeutlichen, dass er zur Tatzeit schwer von Kokain abhängig war und die 20 Gramm allein als Vorrat gedacht waren. Das Gericht ordnete wegen dieser Abhängigkeit eine Unterbringung in der Entziehungsanstalt an.

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