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Für den Sportplatz auf die Straße

Bürgerinitiative demonstriert Für den Sportplatz auf die Straße

Die Frage nach dem richtigen Standort für den Sportplatz spaltet Nörten-Hardenberg. 150 bis 200 Menschen haben am Montag an der Demo der Initiative „Bürger für Nörten – Pro Bünte“ teilgenommen und sich damit „für einen Sportplatz im Herzen von Nörten“ eingesetzt.

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Machen ihrem Unmut bei einer Kundgebung Luft: Demonstranten vor der Kirche in Nörten-Hardenberg.

Quelle: Hinzmann

Nörten-Hardenberg. Schon seit Monaten schwelt der Streit: Soll im Rodetal ein neues Sportzentrum entstehen oder soll die Sportanlage an der Bünte bleiben und saniert werden? Rund 1800 Unterschriften hat der SSV für den zentralen Sportplatz gesammelt. Auf Beschluss des Gemeinderats wurde ein runder Tisch gebildet. Zur Demonstration für den Sportplatz im Zentrum hatte die Initiative „Bürger für Nörten – Pro Bünte“ mit den Organisatoren Marko Grube und Uwe Naumann aufgerufen.

Weil er möchte, dass der Sportplatz bleibt, wo er ist, ist ein 74-jähriger Nörtener dabei: „Geldleute können sich auch andere Plätze leisten.“ Früher habe er auf dem Platz trainiert, heute seien seine Enkel auf dem Sportplatz aktiv. Argumente für die Verlegung kann ein 24-jähriger Fußballer nicht erkennen. Die Fronten seien schon so verhärtet, beklagt der 73-jährige Joachim Leschke aus Nörten.

Viele Aktionen im Rahmen des Schulsports seien ohne den Sportplatz im Zentrum gar nicht möglich, glauben Jasmin (9) und Melina (14) Balzereit. Jasmin denkt zum Beispiel an den Sponsorenlauf, den die Grundschule regelmäßig ausrichte. Dass in Nörten wieder Ruhe einkehrt, wünscht sich Julia Freitag (29). Sie ist in Nörten aufgewachsen und hat selbst Schulsport an der Bünte betrieben. Mittlerweile wohnt sie in Hardegsen. Doch der Sportplatz ist ihr noch so wichtig, dass sie Flyer zum Thema verteilt hat.

Unsachlichkeit sei ihnen vorgeworfen worden, erzählt Naumann in seiner Ansprache. Sogar Mobbing sollen sie betrieben haben. Dabei seien sie „tatsächlich das Volk von Nörten“, dem es ein Anliegen sei, dass der Sportplatz an der Bünte erhalten werde. Man scheue sich nicht, für eine Mauer an der alten Brauerei mehr als 300 000 Euro auszugeben, aber für den Sportplatz sei kein Geld da, kritisiert sein Vater, Horst Naumann (74).

„Dort, wo jetzt Sport getrieben wird, sollen Häuser gebaut werden“, skizziert Uwe Naumann. Es gebe keine Planung, in der geprüft werde, ob der Sportplatz am Standort bleiben könne. Durch den Streit habe sich eine Spaltung der Vereine ergeben, glaubt er. Die Vereine aber seien „der Klebstoff zwischen Menschen“. Was in Nörten passiere, sei ein Musterbeispiel dafür, wie Politikverdrossenheit entstehe. Mit Trillerpfeifen, Rasseln und Fackeln machten die Menschen am Montag ihrem Unmut Luft.

Naumann und Grube wollen für den Sportplatz an der Bünte an die Tradition der Montags-Demos anknüpfen: Jeden Montag zwischen 17 und 18 Uhr sollen sich die Menschen vor der evangelischen Kirche in Nörten treffen.

Von Ute Lawrenz

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Laut Wahlgesetz Beeinflussung

Marko Grube ist aufgebracht. Bei der Landtagswahl am Sonntag hatte er als stellvertretender Wahlvorsteher mitgewirkt und war im Sporttrikot des SSV gekommen. Aber er musste nach Hause fahren und sich umziehen. Vom Wahlbeigeordneten Martin Klinkert, dem Mann der Bürgermeisterin, sei er aufgefordert worden, das Trikot auszuziehen, erzählt Grube.

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