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Neue Schilder fürs "Göttinger Zebra"

Fuß- und Radfahrer-Überwege Neue Schilder fürs "Göttinger Zebra"

Die Göttinger "Zebras" sind seit Donnerstag mit neuen Schildern versehen. "Zebras" nennt die Stadtverwaltung die beiden Zebrastreifen, die in der Mitte eine Spur für Radfahrer haben. Eine dieser Konstruktionen verläuft über die untere Keplerstraße, eine über die Geismar Landstraße vor dem Neuen Rathaus.

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Göttingen. Auf dem Boden, dort wo die Zebra-Überwege beginnen, sind am Donnerstag  Piktogramme mit dem Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ auf dem Radweg aufgebracht worden. Zusätzlich wurden zur Sensibilisierung der Autofahrer in kurzer Entfernung zum Überweg  Gefahrenzeichen „Radfahrer“ installiert. Wie der Sprecher der Stadtverwaltung, Detlef Johannson, erklärt, seien die „Göttinger Zebras“  eine vor Jahren geborene Idee der städtischen Verkehrsplanung. Das "Zebra" steht für die in einen Zebrastreifen integrierte Radfahrerfurt. So etwas sei aber in der Straßenverkehrsordnung gar nicht vorgesehen. Mit der auffälligen Beschilderung wolle man mehr Rechtssicherheit erreichen, so Johannson.

Zwar gebe es keinen Rechtsstreit, mit der Ausschilderung wolle man aber  die Verkehrsteilnehmer "für diese besondere Göttinger Lösung zur Förderung des Radverkehrs sensibilisieren". Das Besondere am Göttinger Zebra ist, dass Radfahrer nicht absteigen müssen. "Sie müssen aber die Vorfahrt  beachten", sagt Johannson.  Autofahrer müssen demnach die Vorfahrt von Fußgängern beachten, die sich auf dem Zebrastreifen auf einem besonderes geschützten Fußgängerüberweg befinden.  Johannson: "Wäre dort nur ein Zebrastreifen und kein Göttinger Zebra, müssten Radfahrer regelmäßig absteigen, da es sich um einen Fußgängerüberweg handelt. Die zwischen zwei Zebrastreifen angelegte Radverkehrsfurt soll das Absteigen im Regelfall überflüssig machen".

Vor zehn Jahren, im September 2007 ist das "Göttinger Zebra" als fahrradfreundlichstes Projekt in Deutschland ausgezeichnet worden. Mit drei anderen Initiativen erreichte Göttingen damit Rang zwei im Wettbewerb "Best for Bike - der Deutsche Fahrradpreis". Ausgelobt wurde der Preis vom Bundesverkehrsministerium und anderen Organisationen. Seit 2000 bestehen die Doppel-Zebrastreifen.

Und sie funktionieren: Die Zahl der Unfälle dort ist nach Angaben der Göttinger Polizei nämlich vergleichsweise gering: es waren an jedem der beiden Überwege ein bis zwei pro Jahr (seit 2011). Nämlich an der Keplerstraße in den Jahren 2011 und 2012 je zwei Unfälle, dabei wurden insgesamt drei Radfahrer leicht verletzt. 2014 und 2015 gab es je einen Unfall mit je einem leicht verletzten Radfahrer. In diesen Jahr ereigneten sich bereits zwei Unfälle, bei einem wurde ein Radfahrer leicht, bei einem schwer verletzt. Am zweiten "Zebra" verzeichnete die Polizei 2013, 2015 und 2017 je ein Unfall, 2014 waren es zwei, jedes Mal wurden Radfahrer leicht verletzt. 

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