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Filmspaß trotz Unwetter

GT-Autokino Filmspaß trotz Unwetter

Zu einem großen Erfolg ist am Sonnabend die Auto-Kino-Veranstaltung des Tageblatts geworden. Und das, obwohl der Kino-Abend wegen eines Unwetters kurz vor dem Abbruch stand. Doch das „Festfabrik“-Team und die Zuschauer konnten gemeinsam das Filmvergnügen retten.

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Autokino ganz wie früher.
 

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen.  Gegen 18.40 Uhr, 50 Minuten vor Beginn des Films „Ich – Einfach unverbesserlich 3“, wurde es auf dem Schützenplatz für die Kino-Technik ganz eng: Böen eines plötzlich heraufziehenden Unwetters drohten die riesige Kinoleinwand, die in einem aufblasbaren und damit leichten Rahmen befestigt war, wegzublasen. „Wir mussten blitzschnell die Luft herauslassen“, erklärt Benjamin Wolff, Chef der „Festfabrik“, der Veranstaltungsagentur des Tageblatts.

Doch ganz ging die Luft nicht heraus. Die Folge: Immer noch erfasste der Wind die Leinwand. Schnell fanden sich Freiwillige aus dem Publikum, die aus ihren Autos eilten und sich auf die gefährdete Kino-Technik setzten, um deren Abflug zu verhindern. „Dank und allergrößte Anerkennung“, meinte Cheforganisator Wolff zu dem spontanen Hilfseinsatz.

Mit halbstündiger Verspätung konnte der erste Film des Abends beginnen – der Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich 3“. Kino einmal aus dem Auto heraus zu erleben – für die einen war das generationenbedingt etwas ganz Neues und Aufregendes, für die anderen ein nostalgischer Blick zurück. Sascha Sill, mit seiner Ehefrau Viviane und den beiden Töchtern Violet und Zoe im Cabrio angereist, erinnerte sich gut an das Autokino in Köln „vor so ungefähr 25 bis 30 Jahren – damals war ich fast jedes Wochenende da“. Ungewöhnlich: „Dieses Autokino gibt es immer noch.“

Tochter Violet war vor dem Filmstart auf dem Schützenplatz am Sonnabend „ganz aufgeregt. Ich bin ja bei sowas zum ersten Mal dabei.“ Ähnlich sieht das ihre jüngere Schwester Zoe: „Ich finde das super hier.“

„Ein richtiges Retro-Erlebnis“ hatte sich Kaya Marquardt versprochen, die sich den ersten Film des Abends mit ihrem Ehemann Sven ansehen wollte. „Noch nie“ habe sie einen Kinofilm aus dem Auto heraus ansehen können: „Ich finde das einfach spannend, Kino auf diese Weise erleben zu können. So etwas kenne ich nur aus Erzählungen von meinen Eltern und Großeltern.“ Ein bisschen skeptisch wurde sie allerdings, als sie mit ansehen musste, wie die aufblasbare Tragekonstruktion der Filmleinwand in sich zusammensackte.

Als die Böen nachgelassen hatten, konnte der Film auch dank tätiger mithilfe des Publikums mit halbstündiger Verspätung beginnen. Das Dach ihres Cabrios musste Familie Sill allerdings schnell schließen: Nach den Windböen folgte ein intensiver und dauerhafter Regen, die Kinozuschauer mussten die Scheibenwischer ihrer Fahrzeuge einschalten. Für die Mitglieder des „Festfabrik-Teams“ bedeutete auch das Schwerarbeit: „Nach kurzer Zeit waren wir alle klitschnass“, meinte Veranstaltungschef Benjamin Wolff.

Die halbe Stunde Zeitverlust ließ sich nicht mehr aufholen, so dass auch der zweite Film des Abends, der Actionstreifen „Fast & Furios“, mit halbstündiger Verspätung vor den Insassen von immerhin etwa 200 Autos begann. Doch abgesehen von diesen Schwierigkeiten „lief alles reibungslos“, meinte Wolff am Sonntag.

Das wohl auch deshalb, weil sich die „Festfabrik“ auf alle möglichen Eventualitäten gut vorbereitet hatte. So wurde dafür gesorgt, dass größere Fahrzeuge hinten standen, die Kleinwagen vorne, meinte Sina Gottschalk von der Festfabrik. Wegen des Dauerregens mussten die Autobesitzer nicht nur für den Filmton ihr Radio laufen lassen, sondern auch die Scheibenwischer eingeschaltet lassen, um etwas sehen zu können. Die Folge: Nach dem Ende der Vorstellung waren bei einigen Fahrzeugen die Batterien so leer, dass sich die Autos nicht mehr starten ließen. Doch auch dafür hatte Wolff vorgesorgt und dafür gesorgt, dass genügend Starthilfen vorhanden waren.

Von Matthias Heinzel

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