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Geburtenzahlen in Göttingen steigen wieder

Trendwende Geburtenzahlen in Göttingen steigen wieder

In Göttingen werden wieder mehr Kinder geboren. Das geht aus Zahlen des Universitätsklinikums, des Weender Krankenhauses und des Krankenhauses Neu Bethlehem hervor. Auch die Stadtverwaltung registriert mehr Geburten.

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Katrin Klaus mit Robin Klaus im Klinikum. Das Kind wog bei der Geburt 3620g und war 54 cm groß. 

Quelle: Wenzel

Göttingen. Demnach kamen bis Ende November 2016 in Göttingen 2590 Kinder zur Welt, wie Verwaltungssprecher Detlef Johannson auf Anfrage mitteilt. Zum Vergleich: In den kompletten Jahren 2014 und 2015 registrierte das Göttinger Standesamt 2564 beziehungsweise 2438 Geburten. Es sei aber zu beachten, dass die Zahlen alle Geburten in Göttingen umfassten, „also auch Mütter betreffen, die gar nicht in Göttingen wohnen, aber in einem Göttinger Krankenhaus niedergekommen sind“, so Johannson.

 

Steigende Geburtenraten bestätigen auch Vertreter des Uniklinikums, des Weender Krankenhauses und des Krankenhauses Neu Bethlehem – und geben unterschiedliche Gründe dafür an.

Weender Krankenhaus

„Die Geburtenzahlen in Neu-Mariahilf haben seit 2011 steigende Tendenz“, sagt Sprecherin Andrea Issendorf. Dementsprechend habe man bis Ende November dieses Jahres 551 Entbindungen im Weender Krankenhaus verzeichnet. Im Vorjahr seien es im gleichen Zeitraum 512 Geburten gewesen. „Der Anstieg dürfte auf das sehr engagierte Team aus Hebammen, Ärzten und Schwestern zurückzuführen sein“, so Issendorf. „Insbesondere das über dem Durchschnitt liegende Betreuungsverhältnis von Hebamme zu Patientin wird einen großen Einfluss auf die Wahl der Entbindenden zugunsten unseres Kreißsaales haben.“ 

Universitätsklinikum

Auch in der Frauenklinik der Universitätsmedizin Göttingen  (UMG) steigt die Geburtenrate. Kamen dort in den Jahren 2014 und 2015 noch 811 beziehungsweise 792 Kinder zur Welt, wurden in diesem Jahr bereits 922 Geburten gezählt, teilt UMG-Sprecher Stefan Weller mit.  Im laufenden Jahr habe es bei der Zahl der Geburten einen regelrechten „Sprung nach oben gegeben", so Weller. Dazu sagt Prof. Günter Emons, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG: „In der Region nimmt die Wahrnehmung der Universitätsfrauenklinik als Geburtsklinik zu.“

Agaplesion-Krankenhaus Neu Bethlehem

Bereits Ende November 2016 wurde dort die 1000. Geburt verzeichnet. Im Jahr 2014 erblickten in Neu Bethlehem 1025 Kinder und ein Jahr später 988 Kinder das Licht der Welt. „Es ist sicherlich das Zusammenspiel verschiedener Gründe, das die Geburtenrate in unserem Haus steigen lässt“, sagt Sprecherin Angela Reiter. In der Geburtshilfe unterstütze Neu Bethlehem seit Jahren den Wunsch vieler Frauen nach einer natürlichen Geburt. „Die familienorientierte Geburtshilfe bietet größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind, ohne den natürlichen Ablauf der Geburt durch übertriebenen Technikeinsatz zu stören“, so Reiter. Ferner „haben wir im Jahr 2015 die Zertifizierung als Babyfreundliches Krankenhaus nach den international geltenden Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF erneuert“. Um auf die große Akzeptanz zu reagieren, „erweitern wir momentan die Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Neu Bethlehem. Die Fertigstellung ist im nächsten Jahr geplant.“

Berechnung der Bevölkerungsentwicklung

Die Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Göttingen beruhen auf der „Bevölkerungsvorausberechnung für die Stadt Göttingen 2010 bis 2025“ des Referats Statistik und Wahlen. Diese Berechnung berücksichtigt die spezifischen Besonderheiten einer Hochschulstadt. In der Tendenz bescheinigen die Berechnungen der Stadt Göttingen eine günstigere Entwicklung als den Städten und Gemeinden im Umland, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Dennoch gehe man davon aus, dass die Zahl der Einwohner in Göttingen bis 2025 weiter zurückgehe. Dies entspreche einer Abnahme der Bevölkerung über den gesamten Berechnungszeitraum von 1,6 Prozent. Aktuelle regionale oder bundesweite Faktoren wie der Zuzug von Flüchtlingen oder die bundesweit festgestellte Steigerung der Geburtenrate müssten allerdings noch in die Prognose eingearbeitet werden.

Maximilian ist das erste Weihnachtsbaby in Göttingen.

Quelle: R

Maximilian ist das erste Weihnachtsbaby in Göttingen. Kurz nach Heiligabend, am 25. Dezember um 0.48 Uhr, erblickte er im Weender Krankenhaus das Licht der Welt. Maximilian wog bei der Geburt 3570 Gramm und ist 51 Zentimeter groß. Die stolzen Eltern sind Katharina Schewe (23) und Martin Wagner (29) aus Barterode. Für die beiden ist es das erste Baby. "Eigentlich sollte der 11. Januar der Geburtstermin unseres Sohnes sein", erzählte Katharina Schwere. "Aber dann gab es Komplikationen, und es musste alles ganz schnell gehen. Wir freuen uns sehr, dass es ein Weihnachsbaby geworden ist." Oberärztin Tijen Neumeyer leitete die Operation, der Kaiserschnitt dauerte nur zehn Minuten. Mit dabei war auch Hebamme Heike Senff.

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