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Erinnerung an Göttinger Wissenschaftler

Gedenkveranstaltung am Synagogen-Mahnmal Erinnerung an Göttinger Wissenschaftler

Die zentrale Gedenkveranstaltung am Synagogen-Mahnmal am Donnerstag, 9. November, wird in diesem Jahr von Geschichtsstudenten der Universität Göttingen gestaltet. Die Feier wird ausgerichtet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Stadt Göttingen.

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(v.l.) Eric Angermann, Jennifer Stümpel, Julia Kopp und Eca Klay besprechen mit Prof. Dirk Schumann die Texte.

Quelle: Vera Wölk

Göttingen. Die Gedenkveranstaltung, die an die Zerstörung der Synagoge beim Novemberpogrom 1938 erinnert, steht unter der Überschrift „Tosendes Schweigen. Die Verfolgung Göttinger Wissenschaftler im Nationalsozialismus“. Die Geschichtsstudenten, die die Feier mit Prof. Dirk Schumann vorbereiten, wollen am Beispiel von sechs Wissenschaftlern die Schicksale von Wissenschaftlern im Nationalsozialismus aufzeigen. Sie haben dafür Emmy Noether, Bernhard Zimmermann, Heinrich Düker, Felix Stern, Otto Reis und Richard Falck ausgewählt.

„Bei der Auswahl war uns wichtig, dass anhand der Beispiele verschiedene Arten der Verfolgung aufgezeigt werden“, sagen die Studenten. Außerdem handele es sich bei den Beispielen um Persönlichkeiten, die für die Göttinger Universität prägend gewesen seien. So etwa Bernhard Zimmermann, der den Hochschulsporttag Dies ins Leben gerufen habe.

Bereits vor zwei Jahren haben die Studenten mit Schumann die Gedenkveranstaltung gestaltet. Dadurch seien sie bereit gewesen, erneut mitzuwirken. „Wir haben ein besonderes Interesse an diesem Themenbereich“, sagen sie. Derzeit arbeiten die sechs Studenten mit Schumann intensiv an den Texten, die sie am 9. November verlesen wollen. „Wir haben eine Pflicht zur Erinnerung an die damalige Zeit“, sagt Schumann. Sich auf Biografien zu konzentrieren sei entschieden worden, da so die Schicksale für die Zuhörer eindringlicher seien. Sie wollen insbesondere die Lebenswege, Leistungen und die Verfolgung der Wissenschaftler hervorheben. „Insbesondere wegen der momentanen politischen Umstände ist es wichtig, dass wir die Menschen für das Thema sensibilisieren“, sagt Schumann.

Die zentrale Gedenkveranstaltung in Göttingen beginnt um 18 Uhr am Synagogen-Mahnmal, Platz der Synagoge. Während dieser wird auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) einige Worte sprechen. Die musikalische Begleitung übernehmen die Vokal-Art Chöre unter Leitung von Michael Krause.

Die Vorbereitung für den 9. November ist aber nur ein Teil des Gedenkens. Denn am Sonnabend, 18. November, soll am Aulagebäude am Wilhelmsplatz eine Gedenktafel für alle Göttinger Wissenschaftler, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, enthüllt werden. „Die rund 100 Namen werden nach Fakultäten geordnet auf der Tafel zu lesen sein“, berichtet Schumann.

Von Vera Wölk

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