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Gegen Stromkabel: Elliehäuser wehren sich gegen Höchstspannungsleitung

In unmittelbarer Nähe Gegen Stromkabel: Elliehäuser wehren sich gegen Höchstspannungsleitung

Der Netzbetreiber Tennet will die 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung jetzt nicht an der Autobahn, sondern an den westlichen Dörfern Göttingens entlang führen. Nicht nur in Groß Ellershausen und Hetjershausen, sondern auch in Elliehausen stößt das Vorhaben auf Protest.

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Markierte Erdkabel-Trasse am westlichen Ortsrand: Elliehäuser protestieren gegen die geplante Höchstspannungsleitung.

Quelle: CR

Elliehausen. Am Freitag demonstrierte eine Initiative mit Trassenbändern den geringen Abstand zum Ort. „Das kann hier so nicht bleiben“, fordert der Elliehäuser Landwirt Heinz-Günther Koschig. Er fürchtet um fast vier Hektar Ackerland, die ihn die Erdkabelpläne kosten könnten. Das sei existenzbedrohend, so Koschig. Eine Höchstspannungsleitung unter der Erde bedeute einen 20 Meter breiten betonierten Graben, über dem Ackern wahrscheinlich nicht mehr möglich sein wird.

Gesundheitsschäden befürchtet

Andere Elliehäuser befürchten Gesundheitsschäden wegen des geringen Abstandes zu Schule und Kindergarten. Der Gefährdungskorridor durch das Kabel liege bei 50 bis 100 Metern , sagte Harald Wiedemann, Ortsratsherr der Grünen. In Kürze soll eine Internet-Seite freigeschaltet werden: gegen-die-trasse.de. Die Initiative hätte am liebsten eine Freileitung weit um Göttingen herum.

Die Pro-Erdkabel-Initiative Harzvorland hätte nichts dagegen. Wenn die Göttinger das Kabel nicht wollten, könne der  Kabelabschnitt in den Norden, so Sprecher Peter Gosslar.

Eine Einwohnerversammlung zur Höchstspannungsleitung veranstaltet die Stadt Göttingen am Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr. Im Sporthaus im Hetjershäuser Weg 28 sind Stadtbaurat Thomas Dienberg, Tennet-Projektleiter Jens Siegmann, das Ecolog-Institut aus Hannover und die BI Groß Ellershausen dabei.

Hinweis: Das Datum der Einwohnerversammlung wurde von Montag, 11. März, auf Mittwoch, 13. März, korrigiert. Der Pressedienst der Stadt hatte ein falsches Datum übermittelt.

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Abweichung vom Raumordnungs-Korridor

Der Stromnetzbetreiber Tennet will die neue Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar jetzt offenbar um Göttingen herumführen und nicht mehr entlang der Autobahn verlegen. Das Unternehmen untersuchte neue Varianten und bevorzugt nunmehr eine Trasse westlich von Elliehausen und Groß Ellershausen. Es gibt nicht genügend Platz für Erdkabel an der A 7. Probleme gibt es auch in Wasserschutzgebieten.

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