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„Gegenwind“: Nein zu Erdkabel und Windrad in Dorfnähe

Bürgerinitiative „Gegenwind“: Nein zu Erdkabel und Windrad in Dorfnähe

Eine 380-Kilovolt-Höchstspannungstrasse soll jetzt nicht an der Autobahn, sondern an den westlichen Dörfern entlang geführt werden. Auch ein Windvorranggebiet mit Platz für drei 190 Meter hohe Windräder in Sichtweite der Dörfer ist in Planung.

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„Energiepolitischer Spaziergang“: Bürger und Politiker am Ortsrand von Hetjershausen.

Quelle: Heller

Groß Ellershausen/Hetjershausen. Die Bürgerinitiative „Gegenwind“ in Groß Ellershausen und Hetjershausen mit schon 100 Mitgliedern will die Pläne stoppen – zumindest aber mehr Abstand zwischen Häusern, Stromtrasse und Windrädern. Am Sonnabend lud sie Bürger und Politiker zum „energiepolitischen Spaziergang“ vor Ort. 

Durch die geplante Stromtrasse würden die beiden Orte für alle Zeiten getrennt, sagte die BI-Vorsitzende Anita Schmidt-Jochheim im Sporthaus Groß Ellershausen. Die Stromtrasse solle direkt an Schule, Sportplatz, Kindertagesstätte und Wohngebäuden vorbeigeführt werden. Unerprobte neue Technologien wie das Höchstspannungs-Erdkabel und riesige Windräder hätten Auswirkungen für Jahrzehnte.

Menschen sollen nicht gestört werden

Trotz gewünschter Energiewende dürfe man nicht in „Aktionismus“ verfallen. Die Initiative fürchtet Beeinträchtigungen durch Schattenwurf, Infraschall- und vor allem Lärmemissionen, wenn die Windräder 1000 Meter westlich der Dörfer gebaut werden. Vorherrschend ist dort Westwind. „Wir sind nicht gegen Windkraft, aber man muss dort bauen, wo Menschen nicht gestört werden“, forderte die stellvertretende Vorsitzende Susanne Gevert-Seidemann. 

Die Sorgen der Landwirte vor einem Erdkabel machte der Hetjershäuser Hartmut Haepe deutlich. Eine Trassenführung zwischen Hetjershausen und Groß Ellershausen würde 16 Hektar seiner Äcker durchschneiden. Über den 20 Meter breiten Kabeltrog hinweg wieder normal Furchen ziehen ist voraussichtlich nicht möglich. „Landwirtschaft und Erdkabel ist etwas, das sich nicht verträgt“, erklärte der Landwirt den Teilnehmern im Schneetreiben.

Die Stadt verfüge nicht über alle Grundstücke entlang der A 7, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Es gebe Stellen, wo es für ein Erdkabel eng werde, dort müsse das Baufeld aber verkleinert werden können. Die Stadt habe den Netzbetreiber Tennet aufgefordert, seine Pläne einschließlich der Vor- und Nachteile der Varianten offenzulegen, so der Stadtbaurat.

Tennet veranstaltet Bürgerinfomärkte

Netzbetreiber Tennet startet jetzt mit „Bürgerinfomärkten“ zur 380-kV-Leitung zwischen Lamspringe und Hardegsen – in Moringen am Donnerstag, 28. Februar, von 14 bis 20 Uhr im Landgasthof Drei Kronen, Lange Straße 35. Für den Raum Göttingen, in dem ein Wechselstrom-Erdkabel verlegt werden soll, sucht Tennet nach dem geeignetsten Trassenverlauf.

„Sobald es einen belastbaren Vergleich der Varianten für einen Teilabschnitt gibt, wird er auch in der Öffentlichkeit vorgestellt“, ver spricht Tennet. Bis dahin könne sich jeder im Projektbüro in der Levinstraße in Göttingen über den aktuellen Stand informieren.

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