Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Geisterjagd in Eichenberger Industriehalle

Gruselkrimi-Hörspiele Geisterjagd in Eichenberger Industriehalle

Der Abendhimmel ist trübe verhangen. Aus einer leerstehenden Industriehalle gellt eine Frauenstimme – aus dem Lautsprecher. Auf dem Gelände eines früheren Recycling-Betriebs präsentiert Nocturna Entertainment ihre ersten drei Hörspiel-Folgen der Gruselkrimi-Serie „Gordon Black“. 150 Fans sind gekommen. Einige reisten aus München, Köln und Hamburg an.

Voriger Artikel
Göttinger Stadtwette: Bereits 13,1 Tonnen Lebensmittel
Nächster Artikel
Mit 88 Jahren, da fängt das Malen an

Blanker Horror (von links): Hermann von Allwörden, Skriptautor Thomas Tippner, Tontechniker Thomas Körber, Sven Schreivogel. SPF

Die Groschenheft-Reihe hieß Gordon Black. Anfang der 80er-Jahre ist sie erschienen. „Sie hat nie die Bekanntheit von Serien wie ,Geisterjäger John Sinclair’ oder ,Dämonenkiller’ erreicht“, meint Hermann von Allwörden, der in Kassel die Online-Zeitschrift Zauberspiegel herausgibt und in Neu-Eichenberg moderiert. 

Der Verlag stellte Gordon Black 1983 nach 20 Folgen, darunter „Der Spiegel des Grauens“, „Die Augen des Dämonen“ oder „Friedhof der Hexen“, wieder ein. „Zu früh“, meint von Allwörden, den die Horror-Szene als „Hexen-Hermann“ kennt. Nun bringt der Neu-Eichenberger Produzent Sven Schreivogel die Gruselkrimis aus der Geisterwelt als Hörspiele heraus. 

Robert Missler spricht die Hauptfigur, Gordon Black. Der New Yorker Anwalt jagt mit seiner japanischen Lebensgefährtin (Tanja Dohse) Geister, Zombies und Werwölfe. Seine Waffen: Dämonenpeitsche, Bannflüche und der Hexendolch Athame. Als Erzähler gewann Schreivogel Wolf Frass, der auch an Tatort-Produktionen mitwirkt. Die Schauspielerin und Tänzerin Eva Maria Balkenhol, deren Stimme im Laufe des Abends immer wieder aus dem Lautsprecher gellt, lernte Schreivogel auf dem Kasseler Trash Film Festival kennen. Die 27-Jährige erzählt, dass sie schon als Kind mit Freunden selbsterfundene Hörspiele aufgenommen hat. Sie trugen Titel wie „Überfall der Massenmörder“…

Sprechen ließ Schreivogel, der auch Regie führte, seine Stimmen in Tonstudios in Hamburg, Berlin und Saarbrücken, aber auch bei Sound-Design in Weende. Die Sprecher reisten jeweils einzeln an. 

Heidi Lepies aus Hann. Münden, die eine der Hexen mimte, berichtet: „An der Wand hingen Zettel mit dem Text.“ Sie habe sich die Szenen vorgestellt und losgelegt. „Total fies“, meint sie.

Von Michael Caspar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 9. bis 15. Dezember 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt