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Gemeinde Rosdorf feiert Partnerschaft mit Zubří

20 Jahre Gemeinde Rosdorf feiert Partnerschaft mit Zubří

Es war ausgerechnet eine Niederlage, die einst den Weg zur Partnerschaft zwischen Rosdorf und dem tschechischen Zubří ebnete. Am 28. Dezember 1968 verloren die Handballer des MTV deutlich mit 16:33 gegen den HC Zubří.

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Internationale Wochen im Kaufpark: Helmut Ackert, ehemaliger MTV-Handballer, am Rosdorfer Stand.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Der war zu dieser Zeit immerhin tschechoslowakischer Vizemeister, befand sich auf einer Deutschlandreise und suchte einen Gegner – und die Rosdorfer stellten sich. Niemand konnte damals ahnen, dass aus diesem eher zufälligen Aufeinandertreffen einmal eine Erfolgsgeschichte mit 20-jähriger Partnerschaft der beiden Kommunen werden sollte. Das und die noch viel länger währenden Sportkontakte werden nun vom 9. bis 12. Mai gefeiert.

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“, kommentiert Rosdorfs Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) die anstehenden Feierlichkeiten. Insbesondere Verwaltungsmitarbeiter Klaus Hampe und der Rosdorfer Historiker und Partnerschaftsbeauftragte Stephan Dolezel investierten seit Jahrzehnten „viel Herzblut“ in die Partnerschaft.

Daneben werde die Freundschaft von vielen weiteren Menschen und Vereinen getragen. Es gebe einen regen Austausch, ob zwischen Schulen, Feuerwehr, Sportvereinen oder Kirche. Immer wieder würden neue Kontakte geknüpft, unzählige Freundschaften seien entstanden. Mittlerweile seien sogar zwei Ehen aus den langjährigen Verbindungen hervorgegangen, sagt Grahovac: „Die Partnerschaft ist genauso lebendig wie vor 20 Jahren.“

An bestimmten Stellen abgespeckt

Damals, im Mai 1993, unterzeichneten Rosdorfer Gemeindevertreter in Zubří den offiziellen Partnerschaftsvertrag, mit dem Ziel, „einen Beitrag zum Zusammenwachsen der Regionen Europas und zur Verständigung der Völker zu leisten“. Mit dabei waren Vertreter des MTV, der Feuerwehr und „Frisch Auf“ Rosdorf. Dieses Bündnis soll nun gefeiert werden.

Zwar gab es im Vorfeld viele Diskussionen um die Finanzierung des Festes. Doch mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. „Wir haben an bestimmten Stellen abgespeckt“, sagt Hampe. Ziel sei, dass die Gemeinde maximal 20 000 Euro aus eigenen Mitteln in das Fest investiere. Und, so Hampe: „Dieses Ziel wird erreicht.“

Immerhin machte die EU für das Fest 25 000 Euro locker. Auch der deutsch-tschechische Zukunftsfonds beteiligt sich mit 8000 Euro. Nicht zu vergessen die Rosdorfer Unternehmen, die 15 000 Euro spendeten. „Das ist ein gutes Ergebnis und zeigt das Wir-Gefühl in der Gemeinde“, betont Grahovac.

180 Gäste aus Zubří

Das wird derzeit auch bei den internationalen Wochen im Kaufpark deutlich, wo die Rosdorfer mit ihrer Partnerstadt vertreten sind.

Im Mai dann kommen rund 180 Gäste aus dem 800 Kilometer entfernten Zubří für vier Tage nach Rosdorf. „Sie werden je zur Hälfte institutionell und in Gastfamilien untergebracht“, erklärt Hampe und dankt den vielen Freiwilligen für ihre Gastfreundschaft. Denn das Hauptziel der Partnerschaft sei auch weiterhin, „zwischenmenschliche Kontakte“ zu knüpfen.

So wie es die Handballer 1968 und die Jahre danach taten und seitdem als  Gründungsväter der Partnerschaft gelten. Zu ihren Ehren wird im Rahmen des Festes eine Gedenktafel enthüllt, verrät Dolezel. Sie hätten sich eben am meisten verdient gemacht um diese deutsch-tschechische Erfolgsgeschichte, die einst mit einem 16:33 begann.

Das Programm vom 9. bis 12. Mai
Donnerstag 9.30 Uhr Frühschoppen mit der Blaskapelle Zubranka (Sporthalle Settmarshausen)
  15 Uhr Konzert mit dem Ensemble Beskyd und der Bigband Triple B (Turnhalle der Anne-Frank-Schule)
Freitag 15 Uhr Handball: HG Rosdorf-Grone - HC Zubří
  18 Uhr Old-Star-Team MTV Rosdorf - Champions-Team HC Zubří (beides Sporthalle des Landkreises)
  18 Uhr Fußball: FC Zubří - Gemeindeauswahl Rosdorf (Sportplatz Rosdorf)
  18 Uhr festliches Chorkonzert (St. Johannis)
Sonnabend 13.30 Uhr Festakt
  15.30 Uhr Präsentation von Musik- und Tanzgruppen aus Zubří und Rosdorf (beides Turnhalle Anne-Frank-Schule)
Sonntag 10.30 Uhr ökumenischer Gottesdienst (St. Martin in Sieboldshausen)
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Freundschaft statt Mauern
Schwungvoll: Darbietung des Tanz- und Musik-Ensembles Beskyd aus Zubři.

„20 let partnerstvi“ stand auf dem Transparent über der Bühne – „20 Jahre Partnerschaft“. Zurzeit weilen 170 Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Zubři zu den mehrtägigen Feierlichkeiten in Rosdorf.

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