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Gemeinden suchen „Notspenden“

Leere Salzlager Gemeinden suchen „Notspenden“

Auch wenn Tief Miriam abgezogen ist, Streusalz ist nach wie vor knapp – einige Gemeinden haben gar nichts mehr und warten auf Nachschub. Duderstadt hat wie Hann. Münden nur noch eine Notreserve. Ohne „Notspenden“ anderer Kommunen kann in Duderstadt heute nicht mehr gestreut werden.

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Schneeberge an den Straßenrändern bei Bördel: Auch diese Straße war am Mittwoch noch zeitweise zugeweht.

Quelle: Hinzmann

In Bovenden ging das Salz bereits vor einigen Wochen aus. In der vergangenen Woche gab es wieder etwas Nachschub. „Wir müssen damit aber sparsam umgehen“, sagte Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD). Weiterhin sei wechselndes Tau- und Frostwetter zu erwarten.
In Münden gibt es nur noch Salzreserven für die Krankenhauseingänge, anderswo muss Split genügen. Die Stadtverwaltung erwartet für heute Nachschub, ebenso die Kreisstraßenmeisterei, sonst wird es auch für den Landkreis eng. Autobahnen und Straßenmeistereien werden mit Vorrang mit Streugut versorgt. Der Hauptlieferant, der Kasseler K+S-Konzern, kommt wegen des flächendeckenden Winters mit dem Salznachschub nicht hinterher.

Während im Leinetal die Schneedecke abtaut, liegt in höheren Lagen der weggeräumte Schnee noch meterhoch an den Straßenrändern. In Dransfeld musste sogar schon Schnee aus der Innenstadt abtransportiert werden. Der Winterdienst ist noch ausreichend mit Salz versorgt. Die Samtgemeinde wird aus dem Volksbank-Warenlager versorgt.

Die Stadt Göttingen ist bislang noch ausreichend mit Salz versorgt worden – allerdings mit minderwertigem. Die Entsorgungsbetriebe warten immer noch auf 550 Tonnen Qualitätssalz. In diesem Winter wurden in der Stadt bereits 1775 Tonnen Salz und 315 Kubikmeter flüssiger Sole verbraucht. Die durchschnittlichen Winterdienstkosten von 70 000 Euro haben sich bereits fast verdoppelt. Zum ersten Mal seit Jahren musste am Mittwoch auch die Schneefräse eingesetzt werden, um den Schneeverwehungen bei Esebeck Herr zu werden.

In der Stadt werden vorrangig die Hauptverkehrsstraßen und die Strecken des öffentlichen Nahverkehrs geräumt und gestreut. Nebenstraßen werden nur vom Schnee geräumt, bei Eis aber auch Feuchtsalz eingesetzt. Enge Straßen, zum Teil mit Parkstreifen, werden gar nicht geräumt, um parkende Autos nicht mit Schnee zuzuschieben. Der Umfang des Winterdienstes ist in der „Verordnung über Art, Umfang und Häufigkeit der Straßenreinigung in der Stadt Göttingen“ festgelegt. Die Entsorgungsbetriebe weisen darauf hin, dass Grundstückseigner Gehflächen einen Meter breit von Schnee und Eis zu räumen und Glätte mit abstumpfenden Mitteln wie Granulat und Sand zu streuen haben. Auch in Straßen ohne Fußweg ist ein Gehweg frei zu räumen. Die Satzung ist im Internet unter www.geb-goettingen.de verfügbar.
Die Saline Luisenhall in Grone, die Qualitätsspeisesalz produziert, verkauft auch Streusalz – allerdings ist sie derzeit ausverkauft. Die Nachschublieferungen stocken.

ft/sr

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