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Gemeinsam Spaß an Literatur, Musik und Tanz

Inklusiver Kulturherbst Gemeinsam Spaß an Literatur, Musik und Tanz

Den ersten inklusiven Kulturherbst in Göttingen für alle hat der Verein „Erik – Eltern und Freunde für ein regionales Inklusionskonzept“ mit dem Literarischen Zentrum und der Musa organisiert. Am Freitag, 23., und Sonnabend, 24. November, treffen sich Autoren, Musiker, Musiklehrer, Tänzer, Tanzpädagogen und Menschen mit und ohne Behinderung aus Göttingen und Umgebung, um künstlerisch neue Wege kennenzulernen und auszuprobieren.

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Erst beim Rock an der Wabe, am Sonnabend beim inklusiven Kulturherbst Göttingen: die integrative Band „The Mix“.

Quelle: EF

Göttingen. „Inklusion ist der neue gesellschaftliche Leitbegriff. Dieser muss aber erst noch mit Leben gefüllt werden“, meint Suzanne Heim, die mit der stellvertretenden Erik-Vorsitzenden Bettina Münch-Matthaei als Hauptorganisatorin des Festivals auftritt. „Wir von Erik setzen uns seit Jahren dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen überall selbstverständlich mit dazu gehören.“

Im kulturellen Bereich sei es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass Autoren,  Musiker und ihr Publikum mit oder ohne Behinderungen zusammen Spaß an Literatur, Musik und Tanz hätten. Die Schwierigkeiten begännen oft schon beim Erlernen eines Instruments. Zum Beispiel sei es nicht leicht, für einen Heranwachsenden mit Down-Syndrom einen Musiklehrer zu finden, schildert Heim. Zu groß seien oft die Berührungsängste und Vorurteile. Manchmal fehle es auch nur an Erfahrung. Hier gelte es, erste Impulse zu setzen, Vorurteile abzubauen und dafür zu werben, dass jeder Mensch Musik machen könne.

Vorbilder für den Göttinger Kulturherbst waren das Dortmunder Integrative Soundfestival DIS, das 2008 zum ersten Mal ausgerichtet wurde und das HIS in Hannover 2009 und 2011. Diese Veranstaltungen hätten Musiker und Tänzer zusammengeführt, die mit und ohne Behinderung im Alltag kaum Berührungspunkte hätten. Da für Erik zur Kultur auch das geschriebene Wort gehört, ist beim Festival an der Leine die Zeitschrift „Ohrenkuss“ dabei. Sie wird von Menschen mit Down-Syndrom gestaltet.

Die Ohrenkuss-Redaktion kommt am Freitag, 23. November, um 20 Uhr ins Literarische Zentrum. Am Sonnabend, 24. November, werden tagsüber in der Musa Workshops zu Musik und Tanz für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen und Musikpädagogen ausgerichtet. Die Pädagogen können dort erfahren, wie gemeinsames Musizieren und Tanzen möglich wird. Am Abend bildet der Auftritt der inklusiven, sechsköpfigen Band „The Mix“ aus Neuerkerode den Abschluss des Festivals.

Interessenten können sich zu den Workshops anmelden bei Erik c/o Jutta Hindahl, Am Rischen 74, 37 083 Göttingen, Telefon 05 51 / 79 24 36 oder per E-Mail an heim@erikweb.de.

Von Ute Lawrenz

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