Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeschauer

Navigation:
Genervte Kunden bei der Post: Lange Schlange nur „subjektives Empfinden“

„Dramatisch“ viele Pakete Genervte Kunden bei der Post: Lange Schlange nur „subjektives Empfinden“

Keine Entspannung an den Schaltern der Göttinger Post am Bahnhof: wieder lange Staus und Wartezeiten, wieder viele Kundenklagen am Tageblatt-Lesertelefon und in Internetforen. Vor zwei Monaten hatten sich bereits viele Postkunden über Warteschlangen bis vor die Tür beschwert.

Voriger Artikel
Kasseler Kali-Konzern K+S: Salz-Pipeline durch Kreisgebiet?
Nächster Artikel
SPD zu IWF: „Abwarten“

Frustrierend für Kunden: lange Warteschlangen an den Schaltern der Post und Postbank.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Erklärung der Post damals: das Weihnachtsgeschäft mit deutlich mehr Paketen. Das dürfte jetzt kaum gelten – Weihnachten ist erst wieder in elf Monaten. Trotzdem nehme der Paketversand enorm zu, so die Post. Darauf habe sie bereits reagiert.

„Ich habe neulich 50 Minuten gewartet, bis ich dran kam. Drei von acht Schaltern waren geöffnet. Die Schlange zählte 54 Personen.“ Das ist nur einer von vielen Berichten genervter Kunden der Postbankfiliale inklusive Paketabholung am Göttinger Bahnhof. Das sei nicht immer so, aber immer öfter, bestätigen andere. Geführt wird die Hauptpost formal von der Postbank. Auf Beschwerden reagieren die Beschäftigten selbst frustriert und räumen ein, dass die Filiale unterbesetzt sei.

Das will Iris Laduch-Reichelt, Pressesprecherin der Postbank, nicht bestätigen. „So dramatisch kann es nicht sein“, sagt sie. Eine Auswertung der dritten Kalenderwoche nach der Tageblatt-Anfrage habe ergeben, dass „immer mindestens fünf Schalter besetzt waren, in Spitzenzeiten auch alle acht“.

Es sei möglich, „dass das subjektive Kundenempfinden“ anders sei als die Realität. Die Filiale sei neben Postbank inklusive Postdiensten auch zentrale Paketausgabe in Göttingen. Wenn ein Mitarbeiter dann aus dem Lager ein Päckchen hole, sei er für einige Minuten nicht zu sehen.

Der Paketdienst stelle die Filiale allerdings vor neue Herausforderungen, räumt Laduch-Reichelt ein. Immer mehr Kunden würden Ware im Internet bestellen, per Post liefern lassen und unerwünschte Ware zurück senden. Dadurch sei die Paketmenge „dramatisch gestiegen“. An Spitzentagen würden in der Göttinger Filiale 700 Pakete abgeholt oder aufgegeben.

„Das beobachten wir, und wir haben bereits reagiert“, versichert die Postbank-Sprecherin. Interne Abläufe seien verändert, vakante Stellen schnell wieder besetzt und zusätzlich Personal eingestellt worden. Anfang Februar werde zudem erneut gezählt, wie viele Kunden zu welchen Zeiten wie lange an den Schaltern bedient würden. Dann werde auch geprüft, ob das Personal ausreichend sei.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Post-Ärger wird Thema im Stadtrat

Mit den Service-Defiziten der Göttinger Hauptfiliale der Deutschen Post am Bahnhof wird sich nun auch der Rat der Stadt befassen. Die SPD-Fraktion will die Verwaltung dazu auffordern, „Gespräche mit der Postbank als Betreiber der Hauptpost in der Heinrich-von-Stephan-Straße zur Verbesserung des Service zu führen“.

mehr
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt