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Gerd Hujahn (SPD) gewinnt im Wahlkreis Münden

Wahlkreis 16: SPD-dominiert Gerd Hujahn (SPD) gewinnt im Wahlkreis Münden

Der Wahlkreis Göttingen/Münden (16) ist klar sozialdemokratisch: Mit deutlichem Vorsprung hat die SPD hier mit ihrem Direktkandidaten Gerd Hujahn gewonnen. Der 56-jährige Polizist war zum ersten Mal angetreten und erreichte 45 Prozent der abgegebenen Stimmen, seine Partei über die Zweitstimme 42,7 Prozent. CDU und Grüne mussten Verluste hinnehmen.

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So haben die Wahlberechtigten im Wahlkreis 16/Hann. Münden bei den Erststimmen gewählt.

Quelle: r

Hann. Münden. Damit erreichte Hujahn auf Anhieb fast genau so viele Stimmenanteile wie sein Vorgänger Ronald Schminke, der nicht wieder angetreten war. „Das ist für mich als Quereinsteiger natürlich ein tolles Ergebnis, das ich so nicht erwartet hatte“, kommentierte der SPD-Mann am Abend sein persönliches Wahlergebnis mit erkennbar gerührter Stimme. Zugleich versprach der Lippoldshäuser: „Ab morgen werde ich im Landtag in Hannover für alle Menschen in Südniedersachsen kämpfen, egal, wen sie gewählt haben.“

Gerd Hujahn (rechts) gewinnt im Wahlkreis Münden und löst im Landtag Ronald Schminke (beide SPD) ab

Gerd Hujahn (rechts) gewinnt im Wahlkreis Münden und löst im Landtag Ronald Schminke (beide SPD) ab.

Quelle: Wenzel

Die CDU musste im Wahlkreis Münden, der auch Adelebsen, Dransfeld, Bovenden und westliche Teile der Stadt Göttingen umfasst, gegenüber der Landtagswahl 2013 etliche Stimmen einbüßen - ihr Direktkandidat Harm Adam dabei noch mehr als die Partei. Auf ihn kommen 28,3 Prozent der Stimmen. Die CDU-Kandidatin Dinah Stollwerck-Bauer hatte 2013 34,1 Prozent erreicht. Auch Adam hatte zum ersten Mal für den Landtag kandidiert. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU mit jetzt 26,6 Prozent drei Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis von 2013.

„Nein, mehr habe ich auch nicht erwartet“, kommentierte der 54-jährige Bovender Adam sein persönliches Ergebnis. Er habe erkennen müssen, dass es sehr schwer sei, gegen den bundesweiten Trend hin zu Protestwahlen anzukommen. Das gelte noch mehr für das Ergebnis der CDU insgesamt, das ihn „doch sehr enttäuscht“. Offensichtlich sei es nicht gelungen, „unser Stammklientel ausreichend zu motivieren“. Zugleich gratulierte Adam seinem Mitbewerber von der SPD zu dessen gutem Ergebnis und zollte der SPD insgesamt „Respekt für ihr Ergebnis“.

Auch die Grünen konnten ihr Ergebnis von vor vier Jahren nicht halten: 8 Prozent gab es für ihre Direktkandidaten Petra Jaeckel (2013 waren es 10,8 Prozent für Thomas Harms), 9,2 Prozent erreichte die Partei (2013 15,1 Prozent). „Mit meinem Ergebnis bin ich persönlich ganz zufrieden“, sagte Jaeckel. Überraschender ist das FDP-Ergebnis: Mit 6,9 Prozent konnte die Partei ihre Werte gegenüber 2013 und entgegen dem Bundestrend nur wenig verbessern. Ihre Direktkandidatin Annette Apel allerdings erreichte jetzt 4,9 Prozent der Stimmen, ihr Vorgängerkandidat 2013 nur 1,9 Prozent.

Wahlbeteiligung gestiegen

Auf Anhieb relativ stark positioniert hat sich – dem Bundestrend folgend – die AfD mit 6 Prozent für ihren Kandidaten Reiner Plümer und 6,4 Prozent für die Partei. Die Linke erreichte über die Zweitstimme mit 4,9 Prozent nur knapp die Fünf-Prozent-Marke. Die Wahlbeteiligung ist mit 58,6 Prozent gegenüber 3013 gestiegen. Damals hatten 56 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben.

Von Ulrich Schubert

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