Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Gericht: Postbeamter aus Region Göttingen zurecht aus Dienst entfernt

110 Euro unterschlagen Gericht: Postbeamter aus Region Göttingen zurecht aus Dienst entfernt

Weil er 110 Euro unterschlagen hat, wird ein Postbeamter zurecht aus dem Dienst entfernt. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht entscheiden (Aktenzeichen: 3 LD 2/12). Die Lüneburger Richter bestätigten in einem jetzt veröffentlichten Urteil eine gleichlautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Göttingen.

Voriger Artikel
Anklage: Tödlicher Messerstich in Groner Landstraße 9a
Nächster Artikel
Weender Freibad: Sportausschuss gibt grünes Licht für neues Konzept

Postbeamter als Langfinger: Geld in die private Geldbörse gesteckt.

Quelle: ASH

Lüneburg/Göttingen. Der Beamte hatte in der zentralen Zustellkasse eines Postamtes in der Region Göttingen gearbeitet. Dort war er unter anderem für die Annahme und Ausgabe von Geldbehältern, das Buchen von Zustellabrechnungen und die Ausgabe an Bargeld an die Zusteller zuständig. Weil sich Fehlbeträge in den Abrechnungen verschiedener Zustellstützpunkte häuften, ließ die Post in der Zustellkasse eine Videoüberwachungsanlage installieren. So kam heraus, dass der Beamte Münzen und Banknoten aus der Kasse entnahm und in seine private Geldbörse steckte.

Vertrauensverhältnis zerstört

Der Mann wurde daraufhin vom Dienst suspendiert und später vom zuständigen Amtsgericht wegen Unterschlagung von 110 Euro zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Berufung des Kassierers gegen dieses Urteil wurde  vom Landgericht Göttingen verworfen . Im anschließenden Disziplinarverfahren entschied das Verwaltungsgericht Göttingen , dass der Kassierer aus dem Dienst zu entfernen sei, weil er durch die Unterschlagung das Vertrauensverhältnis zum Dienstherrn endgültig zerstört habe. Dies sei ein schweres Dienstvergehen „im Kernbereich der ihm obliegenden Dienstpflichten“.

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bewertete den Fall genauso und wies die Berufung des Kassierers zurück. Der Mann habe sich  eines vorsätzlichen innerdienstlichen Dienstvergehens schuldig gemacht, heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung.

Nicht unverhältnismäßig

Wenn ein Beamter sich bei der Ausübung seiner dienstlichen Tätigkeit an Vermögenswerten vergreife, „die als dienstlich anvertraut seinem Gewahrsam unterliegen, ist ein solches Dienstvergehen regelmäßig geeignet, das Vertrauensverhältnis zu zerstören“, urteilten die Richter. Die Entfernung aus dem Dienst sei als Konsequenz nicht unverhältnismäßig. „Dass diese Höchstmaßnahme mit Einkommenseinbußen und dem Verlust der Besoldungsbezüge verbunden ist, ist Folge der schuldhaften Dienstpflichtverletzungen des Beamten, die sich in sozialer Hinsicht ergebenden Folgen beruhen daher alleine auf seinem zurechenbaren Verhalten.“

Von Matthias Brunnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 13. bis 19. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt