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Gericht zweifelt nicht an Vergewaltigungsversuch

22 Monate Haft Gericht zweifelt nicht an Vergewaltigungsversuch

Wegen versuchter Vergewaltigung muss ein vielfach vorbestrafter alkohol- und drogenabhängiger 36-Jähriger für ein Jahr und zehn Monate in Haft. Außerdem wird er zur Entziehung in einer Klinik untergebracht. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er am späten Abend des 10. Juli 2010 eine im letzten Bus nach Rosdorf fahrende Frau nach dem Aussteigen verfolgt und sie angegriffen hat, um sie zu vergewaltigen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine deutlich höhere, die Verteidigung lediglich wegen sexueller Nötigung eine niedrigere Strafe beantragt. Beidem folgte das Gericht nicht. Die Kammer sei zwar überzeugt, so der vorsitzende Richter Ralf Günther, dass der Angeklagte zu der Tat unmittelbar angesetzt habe, als er sein Opfer von hinten umfasste, andererseits sei er dank der energischen Gegenwehr der 50-Jährigen, die den Angreifer weg schubste und sofort um Hilfe rief, nicht weit gekommen. Weil die Tat also in einem frühen Stadium gescheitert sei und der Täter erheblich alkoholisiert war, musste das Strafmaß doppelt gemildert werden. Einen strafbefreienden Rücktritt vom Versuch, wie die Verteidigung argumentiert hatte, sah die Kammer nicht.

An der Täterschaft des Mannes, der vielfach, teils auch einschlägig, vorbestraft ist, hatte das Gericht keinen Zweifel. Der 36-Jährige hatte zwar behauptet, sich an die Tat nicht zu erinnern, es gab jedoch Filmaufnahmen, die ihn 18 Minuten nach dem Angriff in einer Tankstelle in Tatortnähe zeigen. Die Zeugin habe ihn überdies an seinen Tätowierungen wiedererkannt und die Tat „schlüssig, nachvollziehbar und ohne Belastungstendenzen“ geschildert. Genmaterial an der Kleidung des Opfers stammten zudem mit einer 99,999-prozentigen Sicherheit vom Angeklagten.

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