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Gesamtschule weiter top, Hauptschule blutet aus

Großer Schwund an Land-Gymnasien Gesamtschule weiter top, Hauptschule blutet aus

Die Gesamtschulen boomen, einige Hauptschulen sind fast gar nicht mehr gefragt und bei den Realschulen gehen die Anmeldungen auch schon drastisch zurück.

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Stark nachgefragt und mit voller Mensa: die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Geismar.

Quelle: Pförtner

Göttingen. So lassen sich grob die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen in Göttingen und im Kreisgebiet zum gerade begonnenen Schuljahr zusammenfassen. Allerdings gibt es auch gegenläufige Tendenzen.

Vor den Sommerferien mussten sich die damaligen Viertklässler und ihre Eltern entscheiden: Welche Schule sollen sie in den nächsten Jahren besuchen und welche können sie schaffen? Inzwischen sind alle Kinder angekommen – nicht immer an ihrer Wunschschule. Bei der Anwahl hat sich auch 2010 ein Trend deutlich fortgesetzt: der Run auf Gesamtschulen. 218 Kinder wollten die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (eine KGS) in Göttingen besuchen, 180 konnte sie aufnehmen. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Geismar mit größerem Einzugsgebiet hatte 317 Anmeldungen (170 Plätze plus fünf Integrationskinder).

Die noch neue IGS Bovenden hatte 126 Anmeldungen. Auch die ganz neue KGS in Gieboldehausen konnte mit 120 Anmeldungen gut durchstarten – die auslaufende Haupt- und Realschule dort hatte im vergangenen Jahr zusammengezählt nur 86 Anmeldungen. Ähnliches gilt für die neue IGS St. Ursula in Duderstadt. Die katholische Gesamtschule startete mit 102 Fünftklässlern. An einigen Realschulen setzt sich unterdessen die Einbruchstendenz des Vorjahres fort: Die Göttinger Voigt-Schule hatte 44 Anmeldungen (im Vorjahr 57), an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen waren es 38 (46), an der Realschule Duderstadt 64 (77) und an der RS-I in Münden 39 (48). Andere Realschulen hingegen haben zugelegt: die Personn-RS mit 30 (im Vorjahr 27), Adelebsen mit 12 (8), Dransfeld mit 41 (36), RS-II Münden mit 58 (40). Wieder stark gefragt ist nach zwischenzeitlichen Schließungsplänen die Realschule der katholischen Bonifatiusschule in Göttingen: 99 Anmeldungen auf 78 Plätze – im vergangenen Jahr gab es nur 56 Interessenten.

Nahezu dramatisch ist die Situation einiger Hauptschulen: zwei Anmeldungen in Adelebsen, sieben in Duderstadt, vier in Rosdorf. Hier wurden nach Angaben der Kreisverwaltung als Schulträger Kombiklassen eingerichtet. Einen Rückgang hinnehmen musste auch die Käthe-Kollwitz-Schule in Geismar – mit 15 Anmeldungen gegenüber 27 im Vorjahr. Ihre Zahlen stabilisiert oder gar verbessert haben gegen den Trend die Heinrich-Heine-Hauptschule mit 28 Anmeldungen (19 im Vorjahr), der Hauptschulzweig der Dransfelder Schule am Hohen Hagen mit 14 (12) Anmeldungen, die Hauptschule an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen 11 (12) und die Hauptschule in Münden mit 28 (22) Anmeldungen. Unter den Gymnasien müssen die ländlichen einen deutlichen Rückgang hinnehmen: 153 Anmeldungen verzeichnete das Eichsfeldgymnasium, 20 weniger als 2009.

Schwer nachvollziehbar ist die Entwicklung am Grotefend-Gymnasium in Münden: 107 Neuanmeldungen gegenüber 169 im Vorjahr. In der Stadt Göttingen gab es am Max-Planck-Gymnasium und am Theodor-Heuss-Gymnasium eine Zunahme: mit 93 Anmeldungen am MPG (64 im Vorjahr) und 128 (113) am THG. Da das MPG aber 117 Plätze hat, musste es Überhänge der anderen Gymnasien aufnehmen. Ans Felix-Klein-Gymnasium wollten 144 Fünftklässler (auf 147 Plätze), das Otto-Hahn-Gymnasium steuerten 181 an (156 Plätze), das Hainberg-Gymnasium 149 (auf 153 Plätze).

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