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Geschichten aus dem Mittelalter im Feuerwehrhaus

IGS-Schüler begeben sich an „besondere Orte“ Geschichten aus dem Mittelalter im Feuerwehrhaus

Gebannt lauschen die Kinder ihrer Lehrerin, die gerade eine Geschichte vorliest, als die Erzählende plötzlich vom Feueralarm unterbrochen wird. „Was ist, wenn jetzt die Schule brennt?“, ruft eine Schülerin. „Dann sind wir hier in Sicherheit“, scherzt der ebenfalls anwesende Klassenlehrer Guido Fellbrich.

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Vorlesestunde im Bovender Feuerwehrhaus: Schüler lauschen Klassenlehrer Guido Fellbrich.

Quelle: Hinzmann

Sicherer als die Schüler der Klasse 5.3 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bovenden kann man in diesem Moment wohl in der Tat kaum sein. Denn die Kinder halten sich nicht in der Schule auf, sondern im Sitzungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Bovenden. Der Aktionstag „Vorlesen an besonderen Orten“ hatte sie dort hingeführt. Der Feueralarm stellt sich kurze Zeit später als Fehlalarm heraus und die Aufregung legt sich. Dagmar Dettleff-Rohmann, Schulleiterin der IGS, kann mit ihrer Geschichte fortfahren. Um ein brennendes Haus im Mittelalter geht es dort.

Der Ausflug zur Feuerwehr ist Teil eines bundesweiten Vorlesetages, den „Die Zeit“ und die „Stiftung Lesen“ initiiert haben. Schon seit Jahren beteilige sich ihre Schule an diesem Projekt, erklärt Dettleff-Rohmann. Neben der Feuerwehr wurden den Fünftklässlern dieses Jahr auch auf der Burg Plesse, im Reitverein Bovenden sowie im Völkerkundemuseum und im Zoologischen Museum Göttingen zum Ort passende Geschichten vorgelesen. „Wir wollen die Lesekompetenz der Kinder fördern und ihre Freude am Lesen wecken und erhalten“, so Dettleff-Rohmann. Bisher hat die Schulleiterin mit den Vorlesetagen nur gute Erfahrungen gemacht: „Kinder, die sonst viel Zeit vor dem Computer verbringen, bekommen sehr gerne vorgelesen und lassen sich von Büchern begeistern. Wenn man Kinder ans Lesen heranführt, kann man damit sehr viel erreichen.“

Feuerwehrstange fehlt

Bevor den Schülern vorgelesen wird, wird ihnen erst einmal die Bovender Feuerwehr und deren Technik erklärt. Auch hier zeigen die Kinder großes Interesse: „Wo ist diese Stange, an der ihr runterrutscht?“ „Hat auch schon mal das Krankenhaus gebrannt?“ „Wo sind denn jetzt die ganzen Leute? Kommen die hier runtergerannt, wenn es brennt?“ Die drei Vertreter der Bovender Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun, den Schülern zu erklären, wie eine Freiwillige Feuerwehr funktioniert. „Alle Feuerwehrmänner sind zuhause oder bei ihrer Arbeit. Die kommen erst, wenn ein Einsatz ist“, stellt Alexander Piek klar. Sein Kollege Edgar Ahlborn bezieht die Schüler durch Fragen mit ein: „Wir haben 80 bis 100 Einsätze im Jahr. Wie viele sind das pro Woche?“, will er wissen. „Dreizehn!“, antwortet einer der Schüler sofort.

Den Kindern scheint es zu gefallen bei der Feuerwehr, sie hören aufmerksam zu und fragen häufig nach. „Eigentlich habe ich gedacht, das wird langweilig“, gibt ein Mädchen zu, „jetzt ist es aber sehr interessant.“ Deswegen dauert die Führung durch das Feuerwehrhaus auch länger als geplant, sodass am Ende nicht mehr allzu viel Zeit zum Vorlesen bleibt. Trotzdem halten die Schulleiterin und der Klassenlehrer den Vormittag für sehr gelungen.

chr

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