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Geständnis zufällig entdeckt

Doppelmord von Bodenfelde Geständnis zufällig entdeckt

Das Geständnis des mutmaßlichen Doppelmörders von Bodenfelde ist im Internet entdeckt worden. Nur per Zufall ist ein Polizist kurz vor der Festnahme des 26-Jährigen am 22. November vergangenen Jahres auf ein knappes Geständnis im Internet gestoßen. Das hat der Beamte am heutigen Freitag als Zeuge ausgesagt.

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Doppelmord-Prozess: Heute werden Polizeibeamte befragt.

Quelle: Hinzmann

Mit der Vernehmung von Polizeibeamten hat das Landgericht Göttingen am heutigen Freitag den Prozess um die beiden grausamen Morde an zwei Jugendlichen in dem südniedersächsischen Ort fortgesetzt.

Angeklagt ist ein 26-jähriger offenbar psychisch kranker Mann. Er hatte die Vorwürfe zum Prozessauftakt am Mittwoch eingeräumt. "Gestern Mädchen geschlachtet..."habe der 26-Jährige unter anderem auf seiner Facebook-Seite geschrieben. Der Eintrag stammte vom 16. November. Einen Tag vorher war die 14-jährige Nina ermordet worden.

Ein zweiter Internet-Eintrag des 26-Jährigen vom 17. November lautete: "Alles Absturz". Er habe nach seiner beim Chatten zufällig gemachten Entdeckung umgehend die Mordkommission informiert, sagte der Beamte. Die Ermittler, die den Angeklagten zu diesem Zeitpunkt bereits im Visier hatten, nahmen den 26-Jährigen wenige Stunden später am Abend des 22. Novembers fest. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Im Gefängnis hatte der Angeklagte ein umfassendes schriftliches Geständnis abgelegt, das zum Prozessauftakt verlesen worden war. Danach hat er die 14-Jährige Nina und den 13 Jahren alten Tobias im November vergangenen Jahres grausam und heimtückisch umgebracht. Dafür habe er sexuelle Motive gehabt. In dem Geständnis hatte der Angeklagte blutige Details seiner Verbrechen und dabei auch kannibalistische Handlungen und die Schändung der Leichen geschildert. Der Angeklagte sei bereits neunfach vorbestraft, sagte der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer am Freitag. Der offenbar psychisch kranke und drogenabhängige 26-Jährige war zuletzt nur zur Bewährung auf freiem Fuß gewesen. Er war früher unter anderem wiederholt wegen Eigentumsdelikten verurteilt worden. Ihm wird im laufenden Verfahren neben zweifach Mordes auch die Störung der Totenruhe vorgehalten. Der Verteidiger gehr davon aus, dass der 26-Jährige in der Psychiatrie landen wird. Der Staatsanwalt hatte zu Beginn des Verfahrens erklärt, er sehe den 26-Jährigen als Gefahr für die Allgemeinheit an.

dpa/lni

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