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Gewünscht: Würdige Gedenkstätte für Gauß

50 Jahre Gauß-Gesellschaft Gewünscht: Würdige Gedenkstätte für Gauß

Eine würdige Gauß-Gedenkstätte wünscht sich die Gauß-Gesellschaft für Göttingen. Vor 50 Jahren wurde der Verein ins Leben gerufen, 14 Gründungsmitglieder waren dabei.

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1964: Große Vortragsveranstaltung mit Otto Hahn (vorn., 2.v.l.).

Quelle: EF

Göttingen. Der Grund war, dass einige Erinnerungsstücke an Carl Friedrich Gauß, Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker, beim damaligen Göttinger Oberbürgermeister Professor Gottfried Jungmichel nicht gerade gut weggekommen waren. So monierte er unter anderem, dass die Bücher der Gaußschen Privatbibliothek in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek „weder chronologisch noch sachlich geordnet“ waren. Das ist längst anders. Doch eine Forschungsstelle mit Bibliothek und Archiv, verbunden mit einer Art Museum, wünscht sich die Gesellschaft bis heute.

Von Anfang an hielt die Gauß-Gesellschaft, die über keine vereinseigenen Räume verfügte, engen Kontakt zur Universitäts-Sternwarte, der berühmten Wirkungsstätte von Gauß. Silvester 1962 erschien in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ein weitblickender Aufsatz mit dem Titel: „Sternwarte soll Gauß-Gedenkstätte werden“. Seit November 2001 befindet sich die Geschäftsadresse der Gesellschaft in der Universitäts-Sternwarte.

Ein weiteres Projekt erfüllte sich schneller. Die Gesellschaft wollte Ersatz für den alten Gaußturm von 1909 schaffen. Der Turm am Hohen Hagen war baufällig geworden und musste 1962 abgebrochen werden. Noch heute ist der neue Turm, der im Oktober 1964 eröffnet wurde, ein beliebtes Naherholungsziel und Exkursionsziel der Gauß-Gesellschaft.

Den ersten wissenschaftlichen Vortrag hielt der Vorsitzende, Professor Julius Bartels, anlässlich der ersten Hauptversammlung am 9. Januar 1963 im Auditorium Maximum der Universität. Zu einem Höhepunkt wurde der Vortrag „Erinnerungen aus meinem wissenschaftlichen Leben“ von Mitglied Otto Hahn. Das Veranstalten von Ausstellungen gehört gleichfalls zum Betätigungsfeld der Gesellschaft. Als größten „Publikationserfolg“ unter ihrer Mitwirkung sieht sie die Herausgabe der Zehn-DM-Banknote durch die Deutsche Bundesbank 1991. Und bis heute passen die in der Satzung festgelegten Ziele: In Göttingen will sie seit ihrer Gründung „eine würdige Gauß-Gedenkstätte“ schaffen.

Eine Festveranstaltung und die Jahres-Mitgliederversammlung hält die Gauß-Gesellschaft zu ihrem 50-jährigen Bestehen am Freitag, 12. Oktober, ab. Für alle Interessierten offen ist der Vortrag am Sonnabend, 13. Oktober. Thomas Sonar aus Braunschweig spricht über „Paradoxien des Unendlichen: Wie man aus einer Kugel zwei macht“. Sein Beitrag zum Jubiläum beginnt um 10.30 Uhr im Mathematischen Institut. An den Vortrag schließt sich eine Führung durch das Institut an.

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Dokumentation

Tobias Mayer hätte bestimmt gern eine digitale Schnitzeljagd durch Göttingen gemacht. Aber der Astronom ist bereits im Jahr 1751 in die Stadt gekommen. Da war noch nicht einmal an eine elektrische Stromversorgung zu denken, und Geocaching über GPS überschritt jegliche menschliche Vorstellungskraft. Trotzdem hat Mayer den entscheidenden Beitrag geleistet, um diese Technik zu ermöglichen. Vereinfacht gesagt, benutzte er als erster den Mond als Satellit  der Erde und bestimmte die Längengrade mit Hilfe der Sterne.

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