Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Ruhe am Markt, Feuerwerk in Roter Straße

Böllerverbot: Konzept "weitgehend" aufgegangen Ruhe am Markt, Feuerwerk in Roter Straße

Erstmals hat die Stadt Göttingen an Silvester und am Neujahrstag Böller und ähnliche Feuerwerke in der Innenstadt verboten. Unter dem Motto „Lass es Krachen, aber ohne Böller“ haben Polizei und Ordnungsamt kontrolliert, dass es in der City eingehalten wird.

Voriger Artikel
Silvester-Einkäufe auf dem Wochenmarkt
Nächster Artikel
Frohes neues Jahr

. Polizei und Ordnungsamt sind dort mit bis zu vierköpfigen Teams unterwegs, um das Böllerverbot innerhalb des Walls zu kontrollieren.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. "Unser Konzept ist weitgehend aufgegangen", sagte Polizei-Einsatzleiter Rainer Nolte Neujahr gegen 2 Uhr. Bis dahin blieb es bei einem Feuerwerk in der Roten Straße, rund 60 Gefährderansprachen und einen durch Knalltrauma verletzten Polizisten. Die Feuerwehr musste sich bis dahin um neun Müllcontainer-Brände, einen Garagenbrand und einen Zimmerbrand in der Sollingstrasse kümmern.

Eine Stunde vor Mitternacht herrschte noch absolute Ruhe in der City, kurz vor Jahreswechsel dann standen einige Menschen am Rand des Marktes, die starke Polizeipräsenz verhinderte, dass Böller fliegen. Ein für Göttingen seltsamer Silvester-Anblick.

Wenige Minuten nach Mitternacht krachte es laut und anhaltend, die Menschen zog es in die Rote Straße, wo kräftig geböllert und Feuerwerk abgeschossen wurde "Eine klassische Verlagerung", so Nolte. Nach einigen Minuten verteilte sich das Publikum wieder.

In den Kneipen und Clubs der Stadt wird gefeiert, die Tangente beispielsweise füllte sich schnell mit Feiernden.

Auf dem Dachboden des Alten Rathauses hatte die Feuerwehr eine Brandwache eingesetzt

Auf dem Dachboden des Alten Rathauses hatte die Feuerwehr eine Brandwache eingesetzt

Quelle: Heller

Mit 27 Einsätzen hat die Feuerwehr Göttingen in der der Neujahrsnacht ungewöhnlich viele Einsätze verzeichnet. "Das ist schon richtig viel", sagt Berufsfeuerwehrsprecher Frank Gloth. Zehn Mal sei der gesamte Löschzug ausgerückt, alleine vier Mal in den Gebäudekomplex Groner Landstraße. Die Brandmeldeanlage hatte dort, ebenso wir im Iduna-Zentrum, unter anderem ausgelöst, weil Böller im Flur gezündet wurden.  In der Sollingstraße, so Gloth weiter, stand ein Balkon in Flammen, die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen. Und: "Unsere Einsatzkräfte wurden dort mit Böllern beschossen." Die Bereitschaftspolizei schritt ein und schütze die Männer. In der Leibnizstraße brannte eine Garage. Zahlreiche Müllcontainer standen zudem in Flammen, allein in der Porschestra0e waren es sieben zur gleichen Zeit.

Keine schweren Fälle
Der Rettungsdienst ist Silvester und Neujahr rund 60 Mal im Stadtgebiet Göttingen ausgerückt. "Aber nur 15 der Einsätze waren silvesterbedingt", sagt Gloth. Davon  hatten die meisten Patienten entweder Probleme durch übermäßigen Alkoholgenuss oder leichte Verbrennungen durch Feuerwerk erlitten. "Schwere Fälle waren nicht darunter", so Gloth.

"Klassische" Einsätze für Göttinger Polizei

Das Böllerverbot zeigte Wirkung, außergewöhnliche Einsätze hatte die Götinger Polizei darüber hinaus nicht zu verzeichnen. Dennoch hatten die Beamten alle Hände voll zu tun. "Bis in die frühen Morgenstunden gab es eine Vielzahl weiterer Einsätze zu verzeichnen, wie sie klassisch für den Jahreswechsel sind", sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Im Verlauf der Silvesternacht mussten sich die Einsatz- und Streifendienste unter anderem um Körperverletzungen, Bedrohungen, Hausfriedensbrüche, Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Streitigkeiten kümmern. Kaatz: "Eine abschließende zahlenmäßige Bilanz liegt hierzu noch nicht vor."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt