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Göttingen: Frauen wollen nicht zur Berufsfeuerwehr

Nur 13 von 280 Bewerbern sind weiblich Göttingen: Frauen wollen nicht zur Berufsfeuerwehr

Die große Kampagne der Stadt Göttingen war erfolglos: Nur 13 Frauen haben sich in diesem Jahr für eine Ausbildung bei der Göttinger Berufsfeuerwehr beworben – genau so viele (oder auch wenige) wie zur vorherigen Bewerbungsrunde. Zum Vergleich: Neben diesen Frauen gab es 267 männliche Bewerber.

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Göttingens einzige Feuerwehrfrau: Monika Stahlmann

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Ein sehr ernüchterndes Ergebnis“, kommentierte Göttingens Feuerwehr-Chef Martin Schäfer diese Zahlen. Der große vorangegangene Werbeaufwand „hat leider nichts gebracht“.

Nur drei Frauen hätten sich für den gehobenen Dienst bei der Berufsfeuerwehr beworben, zehn für den mittleren Dienst.

Unter dem Slogan „Frauen zur Berufsfeuerwehr“ und „Ein Job für Frauen – und das mit Leidenschaft“ hatte die Stadt in den vergangenen Monaten die große Werbetrommel gedreht: mit Anzeigen, Flyern und großformatigen Bildern auf Stadtbussen. Während einer Info-Veranstaltungen in der Feuerwehrzentrale konnten Frauen auch praktisch testen, ob sie den Anforderungen dieses Berufes gewachsen sein könnten.

Schon lange versucht die Feuerwehr selbst, den Frauenanteil unter ihren Beschäftigten zu erhöhen. Das Frauenbüro und der Rat der Stadt forderten die Verwaltung zugleich auf, offensiver zu werben und Frauen zu motivieren, zur Berufsfeuerwehr zu gehen.

Mit ihrem geringen Frauenanteil ist die Göttinger Berufsfeuerwehr allerdings nicht alleine. Bundesweit sind weniger als 370 Feuerwehrfrauen hauptberuflich aktiv – das ist knapp ein Prozent aller Feuerwehrleute.

In Göttingen gibt es bisher nur eine einzige Feuerwehrfrau unter den 171 Beamten der Göttinger Berufsfeuerwehr. Anders als bei der Polizei müssen Berufseinsteiger hier eine abgeschlossene Ausbildung mitbringen. Das sind überwiegend technische oder handwerkliche Berufe. Für bestimmte Positionen ist ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung.

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