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Junge Union fordert Salafisten-Anlaufstelle

Göttingen Junge Union fordert Salafisten-Anlaufstelle

Der Göttinger Stadtverband der Jungen Union (JU) fordert eine Anlauf- und Beratungsstelle für Verwandte und Freunde von Mitgliedern der salafistischen Szene. Dort solle die Präventionsarbeit koordiniert werden.

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Göttingen. Die Anlaufstelle, erklärt JU-Sprecherin Anna Grill, sollte “nicht bei der Polizei angesiedelt und möglichst anonym kontaktierbar sein. So sinkt die Hemmschwelle für das Aufsuchen dieses Angebotes.“ Auch Aussteiger könnten dort Informationen über Hilfsangebote zur Reintegration bekommen. Wichtig sei zudem Aufklärungsarbeit in den Schulen: “Hier bestehen die besten Chancen, gefährdete Schüler noch zu erreichen.“

Aufgrund des aktuellen Verfassungsschutzberichtes zeigt sich die JU allgemein besorgt über die Präsenz von Salafisten in Göttingen und fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket der Stadt. Es bestehe Handlungsbedarf: „Die beiden im Februar festgenommen Salafisten sind offensichtlich nur die Spitze des Eisbergs”, erklärt der JU-Stadtverbandsvorsitzende Simeon Atkinson. “Es ist schon erschreckend, wie weit verbreitet die gewaltbereite Auslegung des Islam in Göttingen ist.“ Jeder radikalisierte Salafist sei “eine Niederlage der Gesellschaft”.

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