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Göttingen: Neubau Am Kreuze „zwingend zu genehmigen“

Verhärtete Fronten Göttingen: Neubau Am Kreuze „zwingend zu genehmigen“

Die Wohnungsgenossenschaft hält an ihren Plänen fest, auf der Ecke Tecklenburgstraße / Am Kreuze einen Neubau mit acht Wohnungen zu errichten (Tageblatt berichtete). Genossenschaftsvorstand Carlo Scherrer kündigte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses an, innerhalb der kommenden zwei Wochen den Bauantrag bei der Stadt zu stellen.

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Nördliches Ostviertel: Wohnungsgenossenschaft plant Neubau.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine Bauvoranfrage hatte die Stadt bereits positiv beschieden. Stadtplaner Burkhard Uhlig machte deutlich, dass das Bauvorhaben nach Rechtslage „zwingend zu genehmigen“ sei. Dabei gehe es nicht um Ästhetik, sondern einzig um die Beurteilung von „Art und Weise und dem Maß“ des Neubaus.

Die Wohnungsgenossenschaft plant, die Garagen auf dem Eckgrundstück abzureißen und ein zweigeschossiges Haus mit zusätzlichem Staffelgeschoss zu bauen. Dagegen hatte sich in dem Wohnviertel Widerstand formiert. Die unmittelbar betroffenen Nachbarn, Anne und Bernd Klank, hatten in den vergangenen Wochen mehr als 80 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt.

„Zwei Drittel davon sind Mieter der Wohnungsgenossenschaft“, erläuterte Anne Klank. Ihre Befürchtungen: Das Haus werde die benachbarten Häuser verschatten. Außerdem müsse dafür eine unter Naturschutz stehende Platane gefällt werden. Durch den Wegfall von sieben Garagen würde es zu mehr Parkdruck in den ohnehin zugeparkten Straßen kommen.

„Wir haben in Göttingen Bedarf an Wohnungen und Bauflächen.“

Anwohnerin Elke Lahmann machte in der Sitzung deutlich: „Dieser Neubau passt nicht ins einheitliche, ausgewogene und einzigartige Ensemble des Viertels.“ Die Individualität gehe verloren. Scherrer konterte: „Jede Zeit hat ihre Architektursprache. Wir bauen, wie man 2013 baut. Das ist legitim.“

Dem Vorwurf, die Genossenschaft habe die Nachbarn nicht über das Bauvorhaben informiert, entgegnete er: „Wir hatten keinen Kontakt zu den Nachbarn. Wenn irgendwo in unserer Nachbarschaft gebaut wird, informiert uns auch niemand.“ Die Planung für den Neubau habe die Wohnungsgenossenschaft bereits „eine Stange Geld“ gekostet.

Außerdem würden auf den Wartelisten der Wohnungsgenossenschaft 160 Personen stehen, die eine Wohnung suchten. Henning Schreiber, Geschäftsführer der Genossenschaft, erklärte, dass die Pläne für das „kleine Häuschen“ schon seit zehn Jahren „in den Köpfen vorhanden“ gewesen seien.

Rückendeckung bekam die Wohnungsgenossenschaft von Stadtbaurat Thomas Dienberg: „Wir haben in Göttingen Bedarf an Wohnungen und Bauflächen.“ In dem Streit seien die Argumente ausgetauscht. „Hier kommen wir nicht weiter.“ Trotz verhärteter Fronten: Bei einem Gespräch wollen Klanks und die Wohnungsgenossenschaft nun klären, ob es nicht doch einen Kompromiss geben kann. „Ich bin gesprächsbereit“, sagte Scherrer.

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