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Göttingen: Schülerzahl an allgemeinbildenden Schulen um 15 Prozent gesunken

So wenig Göttinger Grundschüler wie noch nie Göttingen: Schülerzahl an allgemeinbildenden Schulen um 15 Prozent gesunken

Die Zahl der Grundschüler in Göttingen ist erneut auf einen Tiefstand gesunken. In diesem Schuljahr besuchen nur noch rund 3500 Kinder in Göttingen Grundschulen – so wenig wie nie, seitdem die Grundschulen 1975 die Volksschulen ablösten.

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Quelle: Heller

Göttingen. Dabei wurde in diesem Jahr der Stichtag für die Schulpflicht erneut um einen Monat weiter auf den 30. September geschoben, so dass mehr Kinder schulpflichtig wurden.

Die Zahl der Grundschüler in Göttingen ist nach Angaben des statistischen  Informationssystems Gösis seit 2004 kontinuierlich rückläufig, ebenso wie die Gesamtzahl der Schüler an allen allgemeinbildenden Schulen. Diese liegt derzeit bei knapp 14 500 und damit um 15 Prozent niedriger als 2004. In den Jahren um 1990 lag die Gesamtzahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen allerdings noch niedriger als heute.

Dramatisch ist der Rückgang der Zahl der Hauptschüler – mittlerweile gibt es im Stadtgebiet nur noch rund 400, ein erneuter Rückgang gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent. Seit 2004 ist die Zahl der Hauptschüler um 62 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Realschüler sank im gleichen Zeitraum um rund ein Drittel, die Zahl der Gymnasiasten um elf Prozent.

Die Zahl der Schüler an Gesamtschulen stieg dagegen sogar um zehn Prozent an. Der Anteil der Hauptschüler an weiterführenden Schulen liegt mittlerweile nur noch bei knapp vier Prozent. Der Anteil der Realschüler beträgt knapp zehn Prozent, der der Gesamtschüler 27 Prozent. Die Gymnasiasten stellen mit 50 Prozent den größten Anteil. Hinzu kommen noch Förderschüler und Schüler an sonstigen Schulen wie der Montessorischule und der Waldorfschule.

Ausländische Schüler sind nach wie vor an Haupt- und Förderschulen überproportional vertreten. Während ihr Anteil an den Schülern insgesamt 6,4 Prozent beträgt, stellen sie 28,1 Prozent der Förder- und 20,6 Prozent der Hauptschüler.  Ihr Anteil an den Realschülern beträgt 10,2 Prozent, an den Gymnasiasten 3,5 Prozent, an den Gesamtschülern 2,4 Prozent.

Die Mädchen hängen die Jungen in Sachen Bildung weiter ab. Jungen sind aktuell überproportional vertreten in Förderschulen (59 Prozent), Hauptschulen (52 Prozent) und Realschulen (55 Prozent), die Mädchen sind dagegen stärker vertreten an Gymnasien (53 Prozent) und Gesamtschulen (52 Prozent).

In den Schulen im übrigen Landkreis Göttingen ist die Tendenz ähnlich wie in der Stadt. Nach Angaben der Kreisverwaltung wird die Zahl der Erstklässler in den Grundschulen immer kleiner. Für das Schuljahr 2007/08 registrierte die Behörde noch 1315 Anmeldungen für die jeweils ersten Klassen. In den darauf folgenden Schuljahren wurden 1227, 1225, 1193 und 1293 Kinder eingeschult. Im laufenden Schuljahr sind es nur noch 1148 Abc-Schützen.

Im Kreisgebiet um die Stadt Göttingen herum gibt es 26 Grundschulen. In einigen werden schon mehrere Jahrgänge gemeinsam unterrichtet, weil die Klassen sehr klein sind. Die Gemeinde Gleichen hat bereits eine von fünf Schulen aufgegeben, in der Samtgemeinde Radolfshausen wurden zwei Grundschulen formal zusammengelegt.

Von Jörn Barke
und Ulrich Schubert

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