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Tageblatt-Leser berichten von ihren ersten Radios

„Perlen“ mit „kleinen Menschen drin“ Tageblatt-Leser berichten von ihren ersten Radios

„Meine Mutter erzählte mir oft die Geschichte unseres ersten Radios“, sagt Maria Edith Ropeter. Die Seniorin aus Weende erinnert sich noch gut daran. Ihre Eltern wohnten 1923 noch in Leipzig. Einer ihrer Nachbarn war Hans Zimmermann, der nicht nur Matrose sondern auch ein begabter Reparateur war.

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„Musik aus dem Radio ist wie Medizin“: Maria Edith Ropeter aus Weende hört gerne das Göttinger Stadtradio mit ihrem aktuellen Gerät.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Der Seemann war leidenschaftlicher Funker und Bastler“, berichtet die 78-jährige Rentnerin. „Es war eine Sensation, als seine Familie schon 1925 ein Radio besaß“, erzählt sie strahlend.

„Meine Eltern waren begeistert als er ihnen anbot, für sie ein Radio zu bauen. Vier Knöpfe verbanden meine Eltern nun mit der Außenwelt. Jeden Abend, wenn mein Vater von der Arbeit heimgekommen war, hörten sie gemeinsam.“

Einige Wochen später ereilte Ropeters Familie eine traurige Nachricht. Seit Wochen hatte es kein Lebenszeichen mehr von Matrose Hans gegeben. Es hieß, dass sein Schiff verschollen ist. Jedenfalls kehrte Hans nie wieder zurück.

1949 verließ Ropeters Familie Leipzig, um in Hardegsen ein neues Leben zu beginnen. „Auch wenn wir in dieser Zeit nicht viel hatten, unser Radio funktionierte immer noch prächtig. Von meinem ersten Geld kaufte ich mir später ein modernes Radio.“

Tageblatt-Leser berichten von ihren ersten Radios und zeigen die schönsten Modelle.

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Für Maria Edith Ropeter ist das Radio auch heute noch ein sehr wichtiger Bestandteil ihres Alltags. „Die Musik aus dem Radio war und ist Medizin für mich.“ Ihr Lieblingssender ist das Göttinger Stadtradio. „Wenn ich die Welle 107,1 höre, singe ich manchmal mit. Zum Glück hört es niemand.“

Einige Tageblatt-Leser besitzen noch ihre alten Empfangsgeräte. Boleslaw Stasicki aus Rosdorf sammelt leidenschaftlich gerne Radios. „Momentan habe ich etwa 15 solcher Perlen in meiner Sammlung.“

Sascha Hawranke aus Gleichen nutzt noch zwei alte Modelle täglich. „Die haben noch einen ausgewogenen Klang und einfach ein schönes Äußeres.“

Gerhard Eckhardt hat daheim zwar kein altes Radio mehr. Dennoch erinnert sich der 1928 geborene Göttinger noch gut an seine erste Begegnung mit einem Radio: „Mit vier Jahren sah ich bei meinem Onkel Heinrich zum ersten Mal dieses Wunderding. Zuerst konnte ich nicht begreifen, wo denn diese Stimmen und die Musik herkamen. Mein Onkel erzählte mir, da seien kleine Menschen drin und ich glaubte ihm. Bis ich das erste Mal das Innenleben sah.“

Von Sebastian von Hacht

Radio ist eine russische Erfindung

Eine einfache Antwort auf die Frage, wer das Radio erfunden hat, gibt es nicht. Viele Schritte in der technologischen Entwicklung waren zuvor notwendig. Der Ursprung ist aber russisch. Alexander Stepanowitsch Popow ist der Erfinder dessen, was wir heute als Radio ansehen.

Der Physikstudent schrieb seine Forschungsarbeit über elektromagnetische Wellen. Das Ergebnis war die Erfindung des Radiogerätes. Am 24. März 1896 übermittelte seine Versuchsanordnung die Wörter „Heinrich Hertz“ an eine 250 Meter entfernte Empfangsstation.

Im Jahre 1897 erreichte Popows Übertragungsentfernung fünf Kilometer. 1900 betrug die Kommunikationsreichweite bereits mehr als 100 Kilometer.

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