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Göttingen steigt wieder bei WRG ein

Wirtschaftsförderung Göttingen steigt wieder bei WRG ein

Die Stadt Göttingen wird wieder Mitglied der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WRG des Landkreises – oder besser: Sie bleibt Mitglied. Allerdings will sie künftig nur einen Jahresbeitrag in Höhe von 55 000 Euro statt 71 000 Euro zahlen – wenn der Rat der Stadt sein Okay gibt.

Es war eigentlich eine Formalie, die sich hinter verschlossenen Politiker-Türen zu einem handfesten Streit um Geld und Leistungen entwickelte. Seit 2004 hat der Landkreis Göttingen mit der WRG eine eigene Gesellschaft, die die Wirtschaft in der Region fördern und betreuen soll. Getragen wird sie vom Kreis und von den Kommunen. Für die kreisangehörige Stadt Göttingen war bisher ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWG dort Mitglied. Das soll jetzt aus verschiedenen Gründen geändert und die Stadt selbst Mitglied werden (Tageblatt berichtete). Knackpunkt dabei: Wie die anderen Kommunen auch zahlte Göttingen bisher Jahresbeiträge nach Einwohnerzahl – 71 000 Euro im Jahr, verrechnet mit GWG-Leistungen. Weil die Stadt aber viele Aufgaben über ihre GWG selbst erledigt, wollte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) maximal 40 000 Euro zahlen. Über mehrere Wochen feilschten Meyer und Landrat Reinhard Schermann (CDU) und einigten sich schließlich auf die Kompromisssumme von 55 000 Euro.

Der Finanzausschuss hat zugestimmt, der Rat entscheidet am Freitag. Warum die Stadt trotz eigener Gesellschaft überhaupt etwas zahlt, erklärt ihr Sprecher Detlef Johannson: Schon zur Gründung der WRG habe die Stadt grundsätzlich erkannt, dass sie als Oberzentrum auch eine Funktion bei der Wirtschaftsförderung in der Region wahrnehmen müsse. Dazu habe es 2004 – „auch um ein Zeichen zu setzen“ – den Grundsatzbeschluss zur Mitgliedschaft gegeben. An den werde sich die Stadt halten. Außerdem seien GWG und WRG nicht getrennt und als Konkurrenten zu sehen. Neben der Basisarbeit in der Stadt beziehungsweise in den umliegenden Gemeinden gebe es eine grenzübergreifende Aufgabenteilung in bestimmten Bereichen. Zum Beispiel bearbeite die GWG das gesamte Logistik-Cluster, die WRG die Verpackungs-Branche. Und die Stadt brauche für Anfragen und Planungen, die über die Grenzen hinaus reichten, ein Pendant auf der Kreisseite.

Von Ulrich Schubert

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