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Göttinger Busse: Gutachter für höhere Fahrpreise

Beratung über Entwurf beginnt Göttinger Busse: Gutachter für höhere Fahrpreise

Der Entwurf für den neuen Nahverkehrsplan der Stadt Göttingen liegt vor. Als Göttinger Ziele für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt sind in dem bis 2017 geltenden Plan unter anderem die Sicherung des ÖPNV, die Erhöhung seiner Attraktivität und die Steigerung der Wirtschaftlichkeit formuliert.

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Auf dem Prüfstand: Busverkehr in der Stadt Göttingen. Ein 80 Seiten starker Entwurf für den Nahverkehrsplan bis 2017 liegt nun vor.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Auch die „Verzahnung“ von regionalen und lokalem ÖPNV findet Berücksichtigung in dem 80 Seiten starken Entwurf . Ein Augenmerk des Entwurfs liegt – neben Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, des Angebotes, des Services, der Linienführung und Taktfrequenz – auch auf den Preisen. In einer Analyse der jetzigen Preisstruktur kommt die Ingenieurgruppe IVV, die den Entwurf für die Stadt erarbeitet hat, zu der Erkenntnis, dass das „Fahrpreisniveau“ verglichen mit anderen westdeutschen Städten gering sei.

15 bis 20 Prozent höher

In Siegen oder Gütersloh lägen die Fahrpreise etwa 15 bis 20 Prozent höher. „Ein vergleichsweise dichtes Stadtbusangebot zu einem vergleichsweise günstigen Preis deutet darauf hin, dass der Tarif im Stadtgebiet Göttingen die Preisbereitschaft nicht abschöpft “, stellen die Gutachter fest. So seien etwa Wochen- und Monatskarte in Göttingen „gleitend und nicht kalendarisch“. Damit werde das mögliche Preispotenzial nicht  ausgenutzt.

Auch die Wochenkarte für Auszubildende und Schüler stößt auf Kritik der Gutachter: Damit gebe es „ein richtiges ,Stückler-Produkt‘“, mit dem „beliebige individuelle Kombinationen von Monats- und Wochenkarten mit dem Ziel der Kostenminimierung“ für Schüler möglich seien. Das binde „Vertriebsressourcen“. Folge des Göttinger Preisgefüges: „Unter Attraktivitäts- und Erlösgesichtspunkten ist festzustellen, dass der Tarif in Göttingen andernorts häufig genutzte kreative Elemente vermissen lässt.“

„Tarifgerechtigkeit“

Hier könnten deshalb die „kalendarische Gestaltung von Zeitkarten“ und geringere Rabatte für Mehrfachkarten geprüft werden. Gleichzeitig könne die „Tarifgerechtigkeit“ verbessert werden, wenn etwa der jetzt geltende Zeittarif für Einzelfahrten oder die Möglichkeit der Rund- und Rückfahrten mit einem Fahrschein aufgegeben werden würde. Auch die Erhöhung des „Einstiegspreises im Bartarif“ wird überlegt. Die Gutachter raten, ein Beschluss vorausgesetzt, die Tarifmaßnahmen „kurzfristig“ umzusetzen.

Der Nahverkehrsplan soll bis 2017 Gültigkeit besitzen und in der kommenden Sitzung des Bauausschusses vorgestellt werden. Danach schließen sich die Vorstellungen in den Ortsräten an. Abschließend werden der Bauausschuss im Mai und der Rat der Stadt im Juni beraten. Darüber hinaus soll der eigens gegründete Projektbeirat Stellung beziehen. Andere Vereine und Institutionen sollen angehört werden.

Der Bauausschuss tagt am  Donnerstag, 7. März, um 16.15 Uhr im Sitzungssaal 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.
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