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Göttinger Cheltenhampark: Treffen von Anwohnern und Besuchern

Müll, Lärm und Alkoholexzesse Göttinger Cheltenhampark: Treffen von Anwohnern und Besuchern

Die Temperaturen steigen, und damit nimmt auch wieder der Andrang im Cheltenhampark zu. Dafür ist eine Grünanlage da. Doch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Zwischenfällen: Müll lag überall auf den Wiesen verteilt. Anwohner beschwerten sich über Radau bis spät in die Nacht.

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Problemlösung im Park: Treffen von Anwohnern, Besuchern und Vertretern der Initiative „Netzwerk Innenstadt“.

Quelle: Heller

Göttingen. Der Kinderspielplatz wurde beschädigt. Um Probleme wie diese kümmert sich seit 2011 das „Netzwerk Innenstadt“, darunter Vertreter der Stadt, der Polizei und der Jugendhilfe Göttingen. Nach sich häufenden Beschwerden organisierte das Netzwerk im vergangenen Herbst erstmals ein Begegnungstreffen im Cheltenhampark für Besucher und Anwohner. Jetzt folgte die zweite Auflage mit rund 60 Teilnehmern, darunter auch Jugenddezernent Siegfried Lieske.

Die Jugendhilfe präsentierte eine aktuelle Umfrage unter Anwohnern und Besuchern, die von Mitarbeitern des Projekts „Go Willi“ vorgenommen wurde. Diese haben seit 2012 ihre Aktivitäten auch in den Cheltenhampark ausgeweitet.

Christian Hölscher, Geschäftsführer der Jugendhilfe, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Als wiederkehrende Probleme aus dem vergangenen Jahr werden die Vermüllung und die Lärmbelästigung in den Nachtstunden der Sommermonate beschrieben. Als Ursache wird unter anderem zeitweiliger übermäßiger Alkoholkonsum von jungen Leuten benannt.“

„Niemand will ein Verbot“

Tatsächlich sei der Hauptteil der abendlichen Besucher im Alter von 16 bis 20 Jahren, sagt Hölscher. Tagsüber werde der Park auch stark von Studenten und Familien mit Kindern genutzt. Dann herrsche eine angenehme und friedliche Atmosphäre.

Die Jugendlichen hätten Verständnis für die Sorgen der Anwohner, sagt Hölscher. Sie hätten erneut die Bereitschaft geäußert, mit ihnen zusammen nach Lösungen zu suchen. Die Anwohner stünden dem offen gegenüber. „Niemand will ein Verbot“, betont Hölscher.

Unterstützung müsse aber auch von der Stadt kommen. So habe sich eine Anwohnerin mehr nächtliche Kontrollgänge des Stadtordnungsdienstes gewünscht.

Lieske sicherte Unterstützung zu. Die Verwaltung habe zusätzliche Mülleimer aufgestellt. Außerdem kündigte er für Ende Mai an, feuerfeste, größere und mit Deckeln versehene Mülleimer im Cheltenhampark aufzustellen. „2013 ist die Situation bislang ruhig. Bereits jetzt hat die Vermüllung deutlich abgenommen.

Der Park wird täglich gereinigt“, sagt Hölscher. Probleme habe es „wegen der lang anhaltenden Winterwitterung“ in diesem Jahr tatsächlich noch nicht gegeben, bestätigt Dirk Schneider von der Polizei Göttingen. Lediglich eine Ruhestörung sei angezeigt worden.

40 Einsätze und 7 Straftaten

Im vergangenen Jahr hat die Polizei laut Schneider hingegen rund 40 Einsatzanlässe im Cheltenhampark gezählt, darunter zehn Ruhestörungen und fünf wegen alkoholisierter Personen.

Zudem wurden sieben Straftaten erfasst: eine Sachbeschädigung, als ein Baum in Brand gesetzt wurde, eine Körperverletzung, zwei Diebstähle, Unterschlagung und Nötigung. Damit sich diese Zahlen in diesem Jahr nicht wiederholen, wollten alle Beteiligten in Kontakt bleiben, sagt Hölscher. Im Spätsommer gebe es das nächste Treffen.

Außerdem gebe es Überlegungen, den südwestlichen Teil des Parks unterhalb des Schwänchen-Teichs für Parkbesucher attraktiver zu gestalten, sagt Hölscher. „Denkbar wäre es, Bänke und Tische aufzustellen, um den jungen Menschen von der Wohnbebauung weiter entfernte Plätze anzubieten.“

Vielleicht könne man so auch erreichen, dass nicht mehr direkt neben den Gräbern des Albani-Friedhofs gefeiert wird.

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Erstes Begegnungstreffen

Beinahe täglich gehen Beschwerden über nächtliche Ruhestörungen und Müll im Cheltenhampark im Göttinger Fachdienst Ordnung ein. Jetzt fand ein erstes Begegnungstreffen zur Konfliktlösung im sogenannten „Chelti“ statt. Eingeladen waren die Anwohner des Parks und Jugendliche, die ihre Freizeit dort verbringen.

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