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Göttinger Filmemacher drehen in der Südsee

Klimawandel, Tanz und Kultur Göttinger Filmemacher drehen in der Südsee

Pünktlich zur Weltklimakonferenz in Bonn haben der Göttinger Filmemacher und Ethnologe Dennis Dellschow und der Musikethnologe Eric Petzoldt aus Kassel ihren Film „Undercurrents of a changing climate“ im Internet veröffentlicht. Ihre Themen: Klimawandel, Tanz und Kultur in der Südsee.

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„Wenn wir all das hier verlieren, was bleibt dann noch übrig?“: Kiana Lei Tenorio und Joe Viloria, Fischer aus dem Dorf Mongmong auf Guam.

Quelle: r

Göttingen. Für den Film haben Dellschow und Petzoldt mit Menschen aus Guam und von den vom Klimawandel bedrohten Atollstaaten Kiribati und Tokelau gesprochen. „Wenn wir all das hier verlieren, was bleibt dann noch übrig?“, fragt etwa Joe Viloria, ein Fischer aus dem Dorf Mongmong auf Guam. „Wir hoffen, dass die Welt unseren musikalischen Schrei nach Hilfe hört“, hofft Asi Pasilio aus Tokelau, die im vergangenen Jahr am Festival of Pacific Art, dem größten Kulturfestivals des Südseeraums, teilgenommen hat. bei dem Festival ist Dellschows und Petzoldts Film entstanden.

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“: auf Kiribati

Quelle: r

Die betroffenen Menschen von den Inselstaaten schilderten „ihre bedrückende Sicht der Geschehnisse, ihre Eindrücke zum rapide beschleunigten kulturellen und ökologischen Wandel ihrer einzigartigen Inselwelten“, erklären Dellschow und Petzoldt. „Für uns ist das ein ganz wichtiges Projekt: Wir wollten erfahren, was Klimawandel und ökologische Veränderungen für die Menschen vor Ort und ihre Kultur bedeuten.“ Dabei gehe es nicht darum, ein „aufgeregtes Portrait mit alarmistischen Botschaften“ zu präsentieren. „Wir stellen beispielsweise nicht fest, ob es den Klimawandel gibt, oder nicht.“ Dass die Menschen auf Tokelau und Kiribati täglich in ihrem Alltag, in ihren Gesprächen und durch Mediennutzung mit dem Phänomen konfrontiert werden, reiche aus, damit er für sie spürbare Auswirkungen hat.

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“: Bucht von Agat

Quelle: r

Außer Menschen aus den betroffenen Gebieten und ihren Tanz- und Gesangs- und Kunstperformances, haben Dellschow und Petzoldt Adrienne L. Kaeppler für ihren Film gewonnen. Die Ozeanien-Kuratorin der Smithsonian Institution in Washington fährt nach Angaben der Filmemacher seit 1980 regelmäßig zum Festival of Pacific Arts, weil dort „die gesamte Musik und der Tanz des Pazifikraums in einzigartiger Weise auf einem Fleck“ zu sehen seien.

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“

Filmszene aus „Undercurrents of a changing climate“: im Bus auf Tokelau.

Quelle: r

Auch die Ethnologie der Göttinger Universität habe gute Verbindungen zu dem Festival, sagt Dellschow. So habe der damalige Kustos der ethnologischen Sammlung Gundolf Krüger bereits 1995 einen Film darüber gedreht.

Filmemacher Dellschow

Filmemacher Dellschow

Quelle: r

Der Film „Undercurrents of a Changing Climate“ hatte im bereits im Oktober 2017 internationale Premiere auf dem Guam International Film Festival und war bisher in München zu sehen. Weitere Aufführungen sind in Apia (Samoa), Eugene (Oregon) und Stuttgart geplant. Der Film ist ab sofort kostenlos online unter undercurrents.jimdo.com und auf der Videoplattform vimeo.com verfügbar. Er wurde zu einem Teil durch die Einbecker AKB Stiftung, Stiftung der Familie Carl-Ernst Büchting, finanziert.

Filmemacher Petzoldt

Filmemacher Petzoldt

Quelle: r

Von Michael Brakemeier

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