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„Am Bismarckstein“ wird kein Bauland

Entscheidung „Am Bismarckstein“ wird kein Bauland

Gegen die Stimmen der SPD hat der Rat der Stadt Göttingen am Freitag beschlossen, die Fläche „Am Bismarckstein“ aus der Liste für potenzielles Bauland zu streichen. Sie soll weiterhin Landschaftsschutzgebiet bleiben.

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Quelle: mib/Archiv

Damit folgte die Ratsmehrheit aus den Antragstellern von Grünen, Linken, Piraten-und-Partei-Ratsgruppe, Torsten Wucherpfennig (AntifaLinke) sowie CDU, FDP und Katrin Prager (Liberal-Konservative Reformer) dem Antrag. „Der Flächenfraß muss gestoppt werden“, sagte Sabine Morgenroth (Grüne). Zwar brauche die Stadt dringend bezahlbaren Wohnraum, diese Fläche im Besitz eines privaten Investors sei dafür aber nicht geeignet. Sie sprach sich gegen neue „Siedlungskerne im Außenbereich“ aus. Der Eingriff in die Umwelt sei nicht unerheblich, ein Naherholungsgebiet würde wegfallen, begründete Morgenroth den Antrag.

Hans Georg Scherer (CDU) folgte dem Antrag ebenfalls aus ökologischer und städtebaulicher Sicht. Felicitas Oldenburg (FDP) teilte die Bedenken aus Naturschutz-Gründen. „Zersiedeln ist nicht das, was wir wollen“, sagte sie. Angesichts von 5.000 in Göttingen dringend benötigten Wohnungen „brauchen wir die Fläche nicht“, so Gerd Nier (Linke). Bezahlbarer Wohnraum werde dort jedenfalls nicht entstehen, sagte er.

Einzig Tom Wedrins (SPD) machte sich dafür stark, die rund zwei Hektar große Fläche zunächst in das Baulandmanagement aufzunehmen. Dort, so seine Argumentation, sollte eine größtmögliche Auswahl an möglichem Bauland aufgenommen werden, um dann über die wirklich benötigten und tatsächlich gebrauchten Flächen diskutieren zu können. Eine solche Aufnahme bedeute nicht zwangsläufig, dass die Fläche auch aus dem Landschaftsschutz entlassen wird. Seinem Vorschlag, den eingebrachten Antrag zunächst im Bauausschuss zu diskutieren, folgte die Ratsmehrheit nicht.

Trotz vorgebrachter Bedenken hatte die Stadtverwaltung daran festgehalten, die Fläche aus dem Landschaftsschutz zu entlassen. Die bauliche Entwicklung der Fläche wird aber – so geht es aus dem Protokoll zur Bauausschusssitzung vom 4. August hervor - wegen ihrer „Insellage“ als problematisch eingeschätzt. Als Reservefläche für bis zu 60 Einfamilien- und Reihenhäuser soll sie aber vorgehalten werden. Eigentümer der Fläche ist Hans-Rudolf Kurth. Der Göttinger Investor hält sie für den Wohnungsbau für sehr geeignet – auch wegen ihrer Nähe zu den großen Arbeitgebern, wie etwa dem Klinikum oder der Nord-Uni.

Anwohner hatten Unterschriften gesammelt und eine Online-Petition gestartet. Auch Göttinger Umweltverbände hatten sich dagegen ausgesprochen.

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