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Göttinger Gericht ordnet an: 40 000 Euro für Spielplatz

Freude bei Anwohnern Göttinger Gericht ordnet an: 40 000 Euro für Spielplatz

Ungeahnter Geldsegen für den Spielplatz Saalfelder Straße in Geismar: Für dessen Sanierung erhält die Stadt Göttingen 40 000 Euro. Das Geld stammt aber nicht etwa aus einem Förderprogramm oder gar von einem edlen Spender.

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Freuen sich auf neue Spielgeräte: die fünfjährige Katharina (links) und die zweijährige Clara auf dem Spielplatz Saalfelder Straße.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zu dieser Zahlung hat das Amtsgericht Göttingen laut Sprecher Stefan Scherrer einen rechtskräftig verurteilten Steuerhinterzieher verpflichtet – als Teil seiner Bewährungsauflage.

Jedes Jahr werden von den Gerichten des Landgerichtsbezirks Göttingen in erheblichem Umfang Geldbußen gemeinnützigen Einrichtungen zugewiesen – allein 2012 knapp 380 000 Euro. Die Richter dürfen selbst festsetzen, an wen die Verurteilten zahlen müssen. „Damit soll eine unabhängige Entscheidung sichergestellt werden“, erklärt Scherrer. Vereinzelt können Verurteilte auch einen Vorschlag machen, an wen das Geld fließen soll.

Das sei aber bei der jetzt festgesetzten Geldbuße nicht der Fall, sagt Scherrer. Vielmehr kenne der Göttinger Richter den Spielplatz Saalfelder Straße und habe selbst gesehen, dass er in einem schlechten Zustand sei. Daher habe er so entschieden. Außerdem stehe er mit Vertretern der Stadt im ständigen Austausch, „weil öfter Gelder verteilt werden“.

„Eine Zuweisung in der Größenordnung eher die Ausnahme“

Auch sei dies nicht der erste Spielplatz in Göttingen, der mithilfe einer Geldbuße erneuert worden sei. Das bestätigt auch Stadtsprecher Detlef Johannson. Allerdings sei „eine Zuweisung in der Größenordnung eher die Ausnahme“.

Die Anwohner jedenfalls freuen sich über die Geldspritze. Schließlich wäre der Spielplatz Saalfelder Straße von der Stadt beinahe geschlossen worden. Nur weil die Anwohner einen Verein gründeten und sich seitdem um die Pflege der Anlage kümmern, konnte er gerettet werden. Dass er jetzt sogar erneuert wird, sei natürlich toll, sagt Vereinsmitglied Regine Ratke-Borchard.

Die Sanierung werde nun in enger Absprache mit dem Verein angegangen, verspricht Johannson. Eine erste Rate über 25 000 Euro müsste bei der Stadt bereits eingegangen sein. Der Rest soll noch in diesem Jahr folgen.

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