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Göttinger Jusos kritisieren Lassalle-Kreis

Verbindung und Partei „unvereinbar“ Göttinger Jusos kritisieren Lassalle-Kreis

Der Lassalle-Kreis, ein Netzwerk von Sozialdemokraten, die gleichzeitig der SPD und einer Studentenverbindung angehören, trifft sich von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. September, in Göttingen zu seiner Jahrestagung.

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Der Bundesvorsitzende des Lassalle-Kreises: Florian Boenigk

Quelle: EF

Göttingen. Eine Vorstandssitzung, ein Vortrag zum „bürgerlichen Widerstand gegen den NS-Staat“, eine Stadtführung, die Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen sowie die „Lassalle-Kneipe“ stehen auf dem Programm. Ort des Treffens sind zwei Göttinger Verbindungshäuser. Der Bundesvorsitzende Florian Boenigk rechnet mit 50 Teilnehmern.

Die Jusos stehen dem Netzwerk kritisch gegenüber: „Wir halten die Mitgliedschaft in einer Verbindung für unvereinbar mit den politischen Idealen und Grundwerten der SPD“, erklärt Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks Göttingen. Verbindungen reproduzierten reaktionäres Gedankengut. „Das brauchen wir weder in der Partei noch in Göttingen.“

Joris Sprengeler vom Juso-Stadtverband ergänzt, dass Rassismus, Antisemitismus und Sexismus nicht nur ein Problem der Deutschen Burschenschaft sei. „An Verbindungen kritisieren wir grundsätzlich das Lebensbundprinzip, die tradierten Wertvorstellungen und den Eliteklüngel.“

Boenigk hingegen plädiert an die Jusos für ein „gegenseitiges Verständnis statt Ausgrenzung“.  So sei auch der Lassalle-Kreis gegen „reaktionäres Gedankengut, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus“. Der vom SPD-Parteivorstand verabschiedete Unvereinbarkeitsbeschluss gegen die Deutsche Burschenschaft sei die Reaktion auf deren Rechtsruck, den auch der Lassalle-Kreis mehrfach verurteilt habe.

„Der Lassalle-Kreis fordert die Jusos zum Gespräch auf, damit sie ihr reproduziertes, reaktionäres Gedankengut im Hinblick auf Korporationen hinterfragen. Innerhalb der Partei muss es doch möglich sein, sich ergebnisoffen zu unterhalten.“

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