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Göttinger Kardiologe ist Mitbegründer von „Herzschrittmacher für Ostafrika“

Verein für medizinische Hilfe Göttinger Kardiologe ist Mitbegründer von „Herzschrittmacher für Ostafrika“

Arme Menschen aus Afrika mit lebensnotwendiger medizinischer Hilfe zu versorgen, das ist das Bestreben des jungen Vereins „Herzschrittmacher für Ostafrika“. Vereinsziel ist die Förderung von Herzschrittmacher-Implantationen in Kenia durch eigene Operationen, medizinisches Gerät sowie die Ausbildung des medizinischen Personals vor Ort. Ein Göttinger Arzt hat den Verein mit ins Leben gerufen.

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Herzschrittmacher für Ostafrika: Das Operationsteam im Kenyatta National Hospital Nairobi.

Quelle: EF

Göttingen. Sein Name ist Claudius Hansen und zusammen mit seinen Kollegen Carsten Israel aus Bielefeld und Sergio Richter aus Leipzig gründete er den Verein „Herzschrittmacher für Ostafrika“ im Jahr 2012. Erst im Januar kehrte Hansen von einem medizinischen Einsatz in Kenia zurück. Einmal im Jahr versorgt der Kardiologe am Herz- und Gefäßzentrum am Krankenhaus Neu-Bethlehem Göttingen im Kenyatta National Hospital Nairobi Menschen, die sich das sonst nicht leisten könnten, mit Herzschrittmachern.

Begeisterung für Afrika

Schon vor vielen Jahren entdeckte Hansen auf Afrikareisen seine Begeisterung für Land und Leute. Schnell war dem engagierten Mediziner klar, dass er den Menschen auf dem schwarzen Kontinent mit seinen Fähigkeiten helfen möchte. 2010 flog er mit seinen beiden Kollegen für erste Implantationen nach Kenia. Beflügelt vom Erfolg der Mission und damit dem Wunsch, jährlich vor Ort aktiv zu werden, stellte das Ärzteteam das Projekt durch die Vereinsgründung auf offizielle Beine.

„Gerade in Kenia leiden viele Menschen an Herzrhythmusstörungen . Dadurch verlieren Familien viel zu häufig ihren Hauptverdiener und können ihre Kinder nicht mehr versorgen“, erklärt Hansen. „Dabei muss man an einem solchen Herzfehler nicht sterben. Ein kleines Gerät kann Leben retten. Doch die meisten Betroffenen können sich diese teure Operation nicht leisten. Es gibt auch viel zu wenige Ärzte in Kenia, die einen solchen Eingriff durchführen können.“ Mit Hilfe des Vereins wird deshalb auch das Krankenhauspersonal des Kenyatta-Hospitals aus- und weitergebildet.

Jüngster Patient neun Jahre alt

Der jüngste Patient des Ärzteteams war neun Jahre alt, als er 2012 seinen Herzschrittmacher eingesetzt bekam, der älteste 95 Jahre. Den langsamsten Herzschlag hatte ein fast zwei Meter großer Massai, der erstaunlicherweise mit nur 22 Schlägen pro Minute noch aufrecht gehen konnte.

„In Zukunft wollen wir noch viel mehr Menschen helfen “, sagt Hansen. „Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, auch in anderen afrikanischen Ländern Herzschrittmacher-Operationen durchzuführen.“ Der Verein finanziert sich durch Fördermitgliedschaften und aus Spenden. Für 2013 ging der Verein eine Patenschaft mit Cardio Update ein. Dadurch ist es möglich, für den Verein auf wissenschaftlichen Kongressen in Berlin und Wiesbaden zu werben. 

herzschrittmacher-fuer-ostafrika.de

enz/eb

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