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Göttinger Kinderuni: Bienen, Maya und Springbohnen

Abschlussveranstaltung Göttinger Kinderuni: Bienen, Maya und Springbohnen

Gebannt lauschen rund 200 Kinder im Hörsaal 010 der Uni Göttingen der neunjährigen Minna Frieda Lensch, die erklärt, dass einer der größten Feinde der Biene der Mensch sei. Denn er zerstöre häufig das Gebiet der Bienen. „Kinder informieren Kinder“ heißt es zum Abschluss des Wintersemesters der Kinderuni. Und Minna Frieda ist eine der jungen Dozenten.

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Lernen mit allen Sinnen: Minna Frieda bietet nach ihrem Referat über Bienen auch eine Honigverkostung an.

Quelle: Vetter

Göttingen. Sie will wissen, wie weit Bienen fliegen müssen, um 500 Gramm Honig zu sammeln. „1000 Kilometer“, schlägt einer der Zuhörer vor. „Das ist leider noch etwas wenig“, erklärt Minna Frieda.  Die Augen ihrer Zuhörer werden immer größer, ein Raunen geht durch die Reihen. Aber auch die folgenden Schätzungen von 2000 oder 3000 Kilometer, die aus dem Publikum schallen, stimmen nicht. Schließlich lüftet Minna Frieda das Rätsel: Rund dreimal um die Erde müssten die Bienen fliegen, um ein Glas mit Honig zu füllen.

Über den Maya-Kalender, dessen Entstehung und Funktion berichten Robert Jödecke und Julian Bergmann. Beide sind elf Jahre alt und kommen aus Herzberg. Sie erzählen von den besonderen Rechenkünsten der Maya und wie diese Hochkultur infolge der Kolonialisierung zerstört wurde. Zum Thema Weltuntergang erklären sie, dass es sich bei dem Kalender um drei verschiedene Zyklen handele und der äußerste und längste Zyklus nun lediglich von vorn beginne.

Das  Geheimnis der mexikanischen Springbohnen , die bei Wärme ruckartige Bewegungen machen, wird von Linus Foß und Lukas Martinez (beide jeweils zwölf Jahre alt) gelüftet. Auslöser des Springens sei eine kleine Larve, die sich in die Bohne eingenistet habe. Durch das Hopsen versuche sie, einer Überhitzung zu entgehen. Die Begeisterung ihrer Zuhörer wecken die Dozenten dann bei einem Springbohnenspiel.

Mit der Verlosung von Büchern endet die Vorlesung – und das Semester. Aber schon am 10. April beginnt das nächste. Thema dann: „Mittelalter – Ritter und Burgen“.

Von Sophie Jaster

„Wow – die sind so jung!“

Wie fanden die jungen Studenten die Vorträge? Was haben sie gelernt? „Dass das mit dem Weltuntergang und dem Ende des Maya-Kalenders gar nicht gestimmt hat, weil da ja nur ein neuer Zyklus beginnt“, erwidert der zehnjährige Nils Raabe aus Seeburg.

Nils

Besonders beeindruckend fand Nils aber, dass die Honigbienen für nur 500 Gramm Honig dreimal um die Erde fliegen müssen. Diese Information habe er der Vorlesung über die Honigbiene entnommen, die auch die elfjährige Denise Breidenbach aus Adelebsen, Schülerin der Kooperativen Gesamtschule Göttingen (KGS), sehr spannend fand.

Denise

Denise

Quelle:

Auch merkt sie an: „Das mit den mexikanischen Springbohnen habe ich gar nicht gewusst. Auch nicht, dass es bei den Bienen drei verschiedene gibt, die Königin, die Drohnen und die Arbeiterinnen.“

Lara

Lara

Quelle:

Interessant fand Lara Anschütz vor allem, „dass der Blütenstaub an den behaarten Beinen der Arbeiterbienen festklebt und sie ihn behalten und dann damit wieder die nächste Blüte bestäuben.“

In erster Linie war Lara aber besonders beeindruckt von den Vorlesungen des letzten Tages, weil die Dozenten „so jung sind – wow, dass die sich das so einfach getraut haben“, staunt Lara. Selbst ist sie, genau wie die Dozentin, des Vortrags über die Honigbiene neun Jahre alt und geht in Göttingen in die dritte Klasse. soj

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Reise durch Periodensystem

„Seid ihr neugierig auf chemische Elemente?“, fragt Peter Brammer, Projektleiter der Kinderuni. Lautes Klopfen ist die Antwort der knapp 400 Kinder im Hörsaal der Chemie. Diesmal ist das Motto der Vorlesung „Chemie querbeet – Eine Reise durch das Periodensystem der Elemente mit chemischen Experimenten“.

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