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Göttinger Kunst-Gala holt Gemälde auf die Bühne

Göttinger Maler Göttinger Kunst-Gala holt Gemälde auf die Bühne

Drei Bilder Göttinger Maler wollen Schauspieler, Performer und 18 Tänzerinnen bei der Kunst-Gala Anfang Februar in der Stadthalle in Szene setzen. Am Wochenende erarbeiten sich die Künstler vom Theater im OP und der Ballettschule art la danse ihre Inszenierungen in der Alten Fechthalle.

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Göttingen. „Wie Stiefkinder haben sich Göttinger Maler bisher bei der Kunstgala gefühlt“, berichtet die selbstständige Regisseurin Lia A. Eastwood. Die Bilder hätten nicht im Mittelpunkt gestanden. Das solle in diesem Jahr nun mit dem Projekt „Kunst hoch 3“ erstmals anders werden. Werke von Georg Hoppenstedt, Sabine Harton und Gudrun Jockers würden auf die Bühne geholt und auf eine vier mal sechs Meter große Leinwand projiziert.

„Die Bilder habe ich gemeinsam mit Kerstin Börst vom Theater im OP und Judith Kara von der Ballettschule ausgewählt“, erzählt Eastwood. Bei allen drei Gemälden hätte sie sofort Musik gehört und Bewegungen gesehen. Maler Hoppenstedt zeigt sich von der Idee, stumme Bilder durch andere Künste zum Sprechen zu bringen, begeistert. „Wir Künstler wünschen uns Reaktionen auf unsere Arbeiten“, sagt er. Ihn fasziniere das „interaktive Zusammenspiel“ der verschiedenen Genre.

Von Hoppenstedt wird es bei der Gala in der Stadthalle das Bild „Publikum“ zu sehen geben. Das abstrakte Werk deutet eine Vielzahl von Köpfen an. Sie ständen nebeneinander, erläutert der Künstler, und bildeten noch keine Gruppe. Mit neun Schauspielern will Eastwood das darstellen. Mit Stimmmodluation werde sie arbeiten, kündigt sie an.

Hartons Bild „Sehnsucht“ zeigt einen mit einem Tuch halb bedeckten Menschen. „Wir spielen ein emotionales Stück des isländischen Musikers Olafur Arnalds“, kündigt Choreografin Kara an. Drei Performer würden die Befreiung von fesselnden Gedanken darstellen. Ein großes Tuch spiele bei der melancholischen Inszenierung eine wichtige Rolle.

Am weitesten fortgeschritten sind die Vorbereitungen zur Darstellung des dritten Bilds, Jockers „Sunset Sky Easter 2016“. Seit Herbst studieren 18 junge Ballettschülerinnen eine von Kara geschaffene Modern-Dance-Choreografie ein. Die jungen Frauen bemalen sich in den drei Farben des Bilds: in rot, blau und grau. Sie wirbeln wie vom Sturm erfasst zu Peter Gabriels Stück „The Rhythm of the Heat“ durcheinander, springen, drehen sich am Boden. Abrupt endet die Musik des britischen Musikers.

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